Nach Unglück: Kreis verbietet Betrieb der Achterbahn im Wild- und Freitzeitpark Klotten (Foto: Privat)

Obduktion: Frau bei Sturz aus Achterbahn tödlich verletzt

Unglück im Klotti-Park: Staatsanwaltschaft sieht keine Hinweise auf Straftat

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Nach dem tödlichen Achterbahnunglück im Freizeitpark Klotten im Kreis Cochem-Zell hat die Staatsanwaltschaft das Obduktionsergebnis mitgeteilt.

Demnach ist die Frau beim Sturz aus der fahrenden Achterbahn tödlich verletzt worden. Eine medizinische Ursache, weshalb die Frau aus dem Fahrgeschäft gefallen sein könnte, sei damit ausgeschlossen.

Nach Angaben der Behörde war das Opfer auf dem Achterbahn-Sitz zunächst ins Rutschen gekommen und anschließend aus der Bahn gefallen. Einen Anfangsverdacht für eine Straftat habe sich bislang nicht ergeben. Weitere Einzelheiten zu den Verletzungen gab die Staatsanwaltschaft Koblenz nicht bekannt.

Kreis hat Betrieb der Achterbahn vorerst untersagt

Der Kreis Cochem-Zell hat unterdessen den Betrieb der Achterbahn vorerst verboten. Der TÜV müsse zunächst die Sicherheit des Fahrgeschäfts prüfen. Bei der Familien-Achterbahn handele es sich um einen Sonderbau, teilte der Kreis auf SWR-Anfrage mit. In diesem Fall gelte: Nach Unfällen, bei denen Menschen zu Schaden gekommen seien, sei zu prüfen, "ob die Betriebs- oder Standsicherheit der Anlage noch gewährleistet ist".

Für diese Überprüfung müsse in der Regel ein Sachverständiger hinzugezogen werden, so ein Sprecher der Kreisverwaltung. Bis die Freigabe durch die TÜV Rheinland GmbH erfolge, sei der Betrieb der Achterbahn untersagt. Wann die TÜV-Prüfung stattfinde, sei noch nicht klar.

Klotten

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Weniger Besucher als üblich

Mittlerweile hat der Wild- und Freizeitparks im Kreis Cochem-Zell wieder geöffnet. Am Dienstag kamen die ersten Besucher. Schon vor der Öffnung hatte der Park auf seiner Homepage angekündigt, dass die Achterbahn geschlossen bleibe, auch wenn die Ermittlungen der Polizei vor Ort abgeschlossen seien.

Trotz des guten Wetters waren am ersten Tag deutlich weniger Gäste im Klotti-Park, als in den Ferien sonst üblich. Nach SWR-Informationen herrschte bei den Parkmitarbeitern eine eher bedrückte Stimmung. Bei den meisten Urlaubern sei die Ferienstimmung aber gut gewesen, berichtet SWR-Reporterin Christina Nover.

Sturz aus etwa acht Metern Höhe

Am Samstagnachmittag war die 57-jährige Frau aus St. Wendel im Saarland während der Fahrt mit der Achterbahn aus etwa acht Metern Höhe gestürzt. Sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Ein Gutachter wurde eingeschaltet. Wann das Gutachten vorliegt, ist laut Staatsanwaltschaft noch nicht klar.

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Freizeitpark Klotten zeigte sich bestürzt über das Achterbahn-Unglück

Der Betreiber des Freizeitparks in Klotten - auch Klotti genannt - zeigte sich in einem Statement auf seiner Internetseite bestürzt über den Vorfall und drückte der Familie des Opfers sein Mitgefühl aus. Die gesamte Belegschaft sei "geschockt und fassungslos". Der Park blieb Sonntag und Montag geschlossen.

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Der Unfall ereignete sich laut Polizei während des regulären Achterbahn-Betriebs, etwa eineinhalb Stunden vor der Schließung des Parks. Das Opfer war nach SWR-Informationen auf einem Familienausflug.

Das Unglück passierte auf einem Streckenabschnitt, auf dem die Wagen der Achterbahn eine lange Gerade mit Höckern befahren. Dabei gleiten die Wagen schnell hoch und runter. Am Ende dieser Höckerstrecke geht die Bahn dann in eine scharfe Kurve. Auf seiner Website beschreibt der Park seine "Klotti-Achterbahn" mit einer Strecke von 550 Metern als "kurvenreich, maximales Gefälle und bis zu 60 Stundenkilometer schnell".

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In Bad Kreuznach läuft der Aufbau für den Jahrmarkt, der am 19. August auf der Pfingstwiese beginnt. Die Fahrgeschäfte dort seien absolut sicher, sagt der Schaustellerverband.  mehr...

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SWR