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Corona verhindert zwar vorerst weiterhin Großveranstaltungen, der Nürburgring will aber beim Motorsport wieder durchstarten. Allerdings vorerst ohne Zuschauer vor Ort.

Eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt geht mitten in der Corona-Pandemie wieder an den Start - von einem neuen Formel-1-Spektakel am Nürburgring ist jedoch vorerst nicht die Rede. Am 27. März beginnt auf der Asphaltschleife in der Eifel die Eventsaison 2021 mit der Nürburgring-Langstreckenserie.

Trotz der coronabedingten Absage des Open-Air-Festivals Rock am Ring mit um die 80.000 Zuschauern am zweiten Juni-Wochenende sei der Veranstaltungskalender in diesem Jahr gut gefüllt, teilten die Betreiber des Nürburgrings am Donnerstag mit. "Der Motorsport kann stattfinden." Vorerst soll es Geisterrennen ohne Zuschauer vor Ort geben - doch an Konzepten für ihre Rückkehr werde intensiv gearbeitet.

Auch Fahrtrainings für Touristen möglich

Trotz der Corona-Pandemie sei die Rennstrecke bis Mitte November jede Woche ausgebucht, sagte der Geschäftsführer des Nürburgrings Mirco Markfort. Unter anderem auch mit Fahrtrainings für Touristen, bei denen Hobby-Rennfahrer mit dem eigenen Auto ohne Gegenverkehr über die legendäre Nordschleife jagen können.

In der Saison geplant sind unter anderem auch das ADAC-24-Stunden-Rennen vom 3. bis 6. Juni und der ADAC-Truck-Grand-Prix vom 16. bis 18. Juli. Hinzu kommen sollen der AvD-Oldtimer-Grand-Prix vom 13. bis 15. August und die Rennsport-Serie DTM vom 20. bis 22. August.

Aktuell keine Gespräche mit der Formel 1

Nur die Königsklasse des Motorsports fehlt. Im Oktober 2020 rasten die Formel-1-Rennwagen erstmals seit sieben Jahren wieder über den Nürburgring - wegen coronabedingter Absagen in anderen Ländern wich die Rennserie in die deutsche Eifel aus.

Und dieses Jahr? Ringsprecher Gerhard sagte: "Da gibt es im Moment keine Gespräche." Der Eifelkurs verschließe sich ihnen nicht, aber ein Formel-1-Rennen müsste sich für ihn betriebswirtschaftlich lohnen. Die Rennserie hat indessen für 2021 schon längst einen weltweiten, an die Corona-Krise angepassten Zeitplan ausgearbeitet.

Trotz Corona keine roten Zahlen am Nürburgring

Generell räumte Geschäftsführer Markfort, der den Nürburgring mit 200 Festangestellten und rund 1.100 Aushilfen durch die Krise steuert, ein: "So wirklich garantieren kann man in diesen Zeiten nichts." Laut Gerhard waren alle Angestellten schon in Kurzarbeit - in unterschiedlichem Maße. Die Pandemie habe den Nürburgring 2020 wirtschaftlich deutlich geschwächt.

Mit roten Zahlen habe er das vergangene Jahr aber keineswegs abgeschlossen. "Wir sind relativ gut durch die Krise gekommen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2020 war die Strecke komplett vermietet", sagte Gerhard. Der einst staatliche Ring mit einer bewegten Geschichte - heute in der Hand des russischen Milliardärs Viktor Charitonin - setzt auch auf Firmen-Events - mitunter sogar auf Dreharbeiten für Filme.

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