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Nach einer Serie von Autobränden im Westerwald hat die Polizei zwei Frauen aus der Verbandsgemeinde Rennerod festgenommen. Die beiden sollen seit August neun Autos angezündet haben.

Die Fahrzeuge waren unter anderem in Rennerod, Seck, Pottum und Emmerichenhain in Flammen aufgegangen. Wie die Polizei mitteilte, wurden die beiden verdächtigen Frauen am Wochenende festgenommen. Sie sollen kurz zuvor auf einem Hotelparkplatz am Siegerlandflughafen in Burbach ein weiteres Auto in Brand gesteckt haben.

Motiv ist noch nicht bekannt

Die Polizei in Montabaur ermittelt nun gegen beide Frauen, sie sind 26 und 29 Jahre alt und sitzen in Untersuchungshaft. Zu ihrem Motiv macht die Polizei noch keine offiziellen Angaben. Zuerst müssten die beiden beschuldigten Frauen befragt werden. Außerdem müssten auch noch Spuren ausgewertet werden. Das sei nach Bränden aber schwierig.

Kein eindeutiges Muster erkennbar

Bei den neun mutmaßlichen Brandstiftungen sei aber nur teilweise ein Muster zu erkennen. Alle Autos, die in Flammen aufgingen, hätten eher abgelegen und abseits von Häusern gestanden. Die Wagen selbst seien aber ganz unterschiedlich gewesen - vom Altauto für 500 Euro bis zum teuren Mittelklassefahrzeug für 40.000 Euro sei alles dabei gewesen, so die Polizei in Montabaur. Der Gesamtschaden liege bei etwa 200.000 Euro.

Gericht muss über Strafe entscheiden

Nach dem ersten Autobrand im August hatte die Polizei eine Sonderkommission gegründet. Möglicherweise haben deren Beamte die beiden verdächtigen Frauen vor der Festnahme am Wochenende in Burbach schon eine Zeit lang beobachtet. Sie wurde dort auf frischer Tat ertappt. Wenn die beiden mutmaßlichen Brandstifterinnen vom Gericht verurteilt werden, droht ihnen laut Gesetz eine Strafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

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