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Der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Marlon Bröhr, soll Direktkandidat der CDU bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr werden. Die Chancen für den Karrieresprung nach Berlin stehen für den Zahnarzt sehr gut.

Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Rhein-Hunsrück, Tobias Vogt, bestätigte dem SWR, dass sich der Vorstand des Kreisverbands am Dienstagabend mehrheitlich für Bröhr ausgesprochen habe. Als nächstes müssen die Vorstände der benachbarten Kreisverbände Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell dem Personalvorschlag zustimmen, was als sicher gilt. Eine Versammlung der Wahlkreisvertreter im November soll Bröhr dann offiziell zum CDU-Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2021 nominieren.

Gute Chancen auf Bundestagsmandat

Nominiert werden soll Bröhr für den Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück. Dieser wurde bisher immer von Direktkandidaten der CDU gewonnen.

Marlon Bröhr ist von Beruf Zahnarzt. 2007 wechselte er in die Politik, nachdem er die Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kastellaun gewonnen hatte. 2009 wurde er zusätzlich zum Stadtbürgermeister von Kastellaun gewählt. 2014 gewann er dann die Wahl zum Landrat im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Im Herbst vergangenen Jahres sorgt Bröhr für Schlagzeilen, als er bekannt gab, sich für die CDU-Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2021 zu bewerben. Zuvor hatte der CDU-Landesvorstand Christian Baldauf nominiert. Bei der Wahl auf dem Landesparteitag der CDU im November 2019 unterlag Bröhr dann gegen Baldauf. 

Sollte die Wahlkreisvertreterversammlung der CDU Bröhr im November offiziell wählen, tritt er die Nachfolge von Peter Bleser an. Der war seit 1990 Direktkandidat des Wahlkreises Mosel/Rhein-Hunsrück. Bleser tritt bei der Bundestagswahl im kommenden Herbst aus Altersgründen nicht mehr an.

Peter Bleser war von 2011 bis März 2018 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. Seit 2017 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den gelernten Landwirt. Und zwar im Zusammenhang mit einer Spendenaffäre um den ehemaligen Geheimagenten Werner Mauss. Es geht um den Verdacht der Untreue und Verstoßes gegen das Parteiengesetz.

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