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Auch der Kreis Altenkirchen ist von der Insolvenz der Greensill Bank betroffen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb habe dort in den vergangenen beiden Jahren 3,6 Millionen Euro angelegt.

Bei der Geldanlage handelt es sich nach Auskunft des Kreises um sogenannte Termingelder. Das sei keine spekulative Anlageform, sondern vergleichbar mit einer Spareinlage. Diese drohe nun zu platzen. Deshalb seien Rechtsanwälte beauftragt worden, rechtliche Schritte zu prüfen. Der Kreis will außerdem Kontakt mit anderen betroffenen Kommunen aufnehmen.

Gegen die Greensill Bank wird derzeit wegen Bilanzbetrugs ermittelt. Bundesweit fürchten zahlreiche Kommunen um Geldanlagen in Millionenhöhe. Vor rund zwei Wochen wurde bekannt, dass etwa auch die Verbandsgemeinde Diez im Rhein-Lahn-Kreis sieben Millionen Euro bei der angeschlagenen Greensill-Bank angelegt hat.

Abfallbetrieb sei nicht gefährdet

Wie der Kreis Altenkirchen mitteilt, sei der Betrieb der Kreisabfallwirtschaft durch die möglichen Millionenverluste aber nicht gefährdet. Das Geld sei unter anderem für Arbeiten an der ehemaligen Hausmülldeponie in Nauroth vorgesehen gewesen.

Bei der alten Deponie solle etwa die Oberfläche abgedichtet werden. Das solle auch geschehen, wenn dem Kreis durch die Greensill-Pleite mehrere Millionen Euro verloren gehen.

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