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Der Alltag in Krankenhäusern während der Corona-Pandemie ist für alle Mitarbeitenden eine schwierige Situation. Das betrifft auch die Seelsorger in den Krankenhäusern.

Martin Saurbier ist bereits seit Jahren Krankenhaus-Pfarrer im Koblenzer Marienhof. Er begleitet Patienten und Angehörige während ihrer Krankheit und das auch, wenn jemand nicht mehr geheilt werden kann und sterben wird.

Das Sterben im Krankenhaus ist anders unter Corona-Bedingungen, vor allem wenn Patienten an Covid-19 sterben, erklärt der Krankenhaus-Pfarrer. "Inzwischen können Angehörige wieder ins Zimmer rein, aber nur auf Abstand. Es fehlt dann aber die Berührung und etwa eben die Hand halten zu können. Das ist eine schwierige Situation."

Gespräche sind aktuell noch wichtiger

Gerade unter diesen erschwerten Umständen will der Krankenhaus-Seelsorger eine Stütze sein. Er spricht mit den Kranken und deren Angehörigen. Dabei sei gerade besonders auch das Zuhören sehr wichtig. In herausfordernden Situationen fänden die Menschen oft irgendwo in sich eine Kraft, die ihnen helfen könne, erzählt der Seelsorger.

Einigen Menschen hilft in dieser schwierigen Zeit auch der Glaube. Denen, die es wollen, kann Krankenhaus-Pfarrer Martin Saurbier auch unter Corona-Bedingungen die Sakramente spenden, aber unter strengen Hygieneregeln.

Telefon-Hotline für Angehörige

Für Angehörige haben die Seelsorgenden am Katholischen Klinikum eine Telefon-Hotline eingerichtet. So wollen sie für die Menschen da sein – auch während der Pandemie.

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Am Mittag SWR4 Radio Koblenz

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