Das Angebot gilt für Einwohner der Stadt Koblenz - und zwar bis Ende des Jahres. Angeboten werden die kostenlosen Schnelltests an drei Teststationen, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag. Der Stadtrat habe das beschlossen, weil sich auch Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren könnten, jedoch oft keine Symptome zeigten und so Ungeimpfte anstecken könnten.
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Zum Teil heftige Diskussion im Stadtrat
Der Abstimmung im Stadtrat war eine teils emotionale Debatte vorausgegangen. Die Freien Wähler kritisierten, dass ein kostenloses Testangebot ausschließlich für Geimpfte die Gesellschaft weiter spalten werde. Auch die Wählergruppe Schupp (WGS) argumentierte so. Der Vorsitzende der WGS-Fraktion, Torsten Schupp, sagte, dass diese Aktion der Stadt um die Ohren fliegne werde, weil es einen "Shitstorm" in sozialen Medien auslösen werde. Der Kritik der beiden Fraktionen schloss sich auch die AfD an.
Grüne, CDU und SPD verteidigten das Modell. Ihr Argument: Wer sich habe impfen lassen, der habe etwas dafür getan, die Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Weil Geimpfte sich ja aber auch anstecken können, sollten sie sich auch weiter testen - nur eben kostenlos.
Am Ende setzte sich die Mehrheit aus Grünen, CDU und SPD durch.
Stadtrat Koblenz beschließt weiter kostenlose Tests für Geimpfte
Koblenz bislang bundesweit erste Stadt mit derartigem Angebot
Nach Angaben der Verwaltung ist Koblenz bislang bundesweit die einzige Stadt, die ein solches Angebot bereitstellt. In der Stadt können sich Bürger und Bürgerinnen nach Angaben des Sprechers an der Teststation am Hauptbahnhof, am Forum Confluentes und in der Corona-Ambulanz kostenlos testen lassen. Dazu müssten sie Personalausweis und Impfpass mitbringen.
Corona-Schnelltests waren bundesweit seit dem Frühjahr für alle Bürger kostenlos. Seit Mitte Oktober müssen sie meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie nur noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können - zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen - oder für Menschen, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt, wie Kinder unter 12 Jahren.