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In Koblenz sind nach Angaben der Gewerkschaft IG BAU im Jahr 2020 etwa 1.100 Minijobs weggefallen - eine Folge der Corona-Pandemie. Das sei ein Rückgang um sieben Prozent. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach seien 15.300 Menschen in Koblenz aktuell geringfügig beschäftigt. Für die IG BAU ist dieser Rückgang ein Beweis dafür, dass Minijobs mit einem Verdienst bis 450 Euro nicht krisenfest seien. 

Besonders hart habe es die Gebäudereinigungsbranche getroffen, in der 29 Prozent des Personals Minijobs hätten. Problematisch sei auch, dass diese geringfügig Beschäftigten keinen Anspruch auf Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld hätten, so die Gewerkschaft. Sie fordert deswegen die Einführung der Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro und gleichzeitig Steuersenkungen für sehr geringe Einkommen. 

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