Grüne Windlichter stehen gerade in vielen Schaufenstern in Koblenzer Geschäften, so wie hier in diesem Brillengeschäft.  (Foto: SWR)

Bundesweiter Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

Todkranke Kinder und Jugendliche: Grün als Zeichen der Hoffnung

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In Deutschland sind rund 50.000 Kinder und Jugendliche so krank, dass sie sterben werden. Mit grünen Bändern und Windlichtern wird auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht - auch in und um Koblenz.

Grün als Zeichen der Hoffnung und der Solidarität: Zum 31. Mal findet am Dienstag der "Tag der Kinderhospizarbeit" statt. Der Deutsche Kinderhospizverein e.V. ruft die Menschen dazu auf, grüne Bänder an Fenstern oder Bäumen anzubringen oder grüne Windlichter ins Fenster zu stellen. Das soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern verbinden.

In Koblenz macht unter anderem auch die Polizei mit. Nach Angaben des Polizeipräsidiums befestigen die Beamten grüne Bänder an ihren Streifenwagen, so wie schon in den vergangenen Jahren. In den Dienststellen werden zudem grüne Windlichter aufleuchten.

Eine Polizeikappe und grüne Windlichter: Auch in vielen Polizeiwachen im Norden von Rheinland-Pfalz stehen viele grüne Windlichter als Zeichen der Solidarität mit todkranken Kindern und Jugendlichen und ihren Familien.  (Foto: Polizeipräsidium Koblenz)
Auch in vielen Polizeiwachen im Norden von Rheinland-Pfalz stehen viele grüne Windlichter als Zeichen der Solidarität mit todkranken Kindern und Jugendlichen und ihren Familien. Polizeipräsidium Koblenz

Kinder, Messdiener und Senioren haben grüne Windlichter gebastelt

Leuchtend grüne Windlichter fallen auch in Schaufenstern der Koblenzer Innenstadt schon seit ein paar Tagen auf. Sie stehen aber auch auf Tischen in Cafés und Restaurants und in Eingangsbereichen von Altenheimen, Krankenhäusern und Behörden. Wie der Koblenzer Hospizverein mitteilt, hat er mittlerweile über 2.000 Windlichter bekommen. Die meisten haben Kindergarten- und Grundschulkinder gebastelt.

Zwischen Boppard und Remagen haben zwanzig Schulen mitgemacht. Aber auch Messdiener und Senioren hätten sich engagiert und aus einfachen Gläsern und grünen Deko-Elementen fantasievolle Windlichter gestaltet. Mitarbeitende des Vereins wollen am Donnerstagnachmittag in der Koblenzer Innenstadt weitere Lichter an Passanten verschenken.

Koblenzer Kinderhospiz kümmert sich um todkranke Kinder

Grün ist die Farbe der Kinderhospizarbeit. Sie steht für Hoffnung und Solidarität. Hospize unterstützen todkranke oder schwer behinderte Kinder und Jugendliche und ihre Familien. In Koblenz gibt es ein ambulantes Kinder- und Jugendhospiz, das sich im Umkreis von 50 Kilometern um Betroffene kümmert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchen die Familien regelmäßig zuhause. Sie beraten, wenn es zum Beispiel Fragen zur Pflege oder den Kosten dafür gibt, sie helfen aber auch dabei, eine Kur zu organisieren. Sie bieten Trauerbegleitung an und stellen den Kontakt zu anderen Betroffenen her. Auch Ehrenamtliche helfen dabei, die Familien im Alltag zu entlasten. Und wenn sie einfach mal vorbeikommen, um mit den Kindern zu spielen.

Rauenberg

Ein City-Roller für Deliyah aus Rauenberg Aktion "Schenks weiter" für schwerkranke Kinder

Manchmal passt ein Weihnachtsgeschenk einfach nicht. Der Bundesverband Kinderhospiz hatte eine Idee: Die Geschenke an schwerkranke Kinder weitergeben. Die 13-jährige Deliyah aus Rauenberg (Rhein-Neckar-Kreis) freut sich darüber.

Elke Anton - Trauerbegleiterin im Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen

Intensive Trauerarbeit leistet Elke Anton am Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Die Einrichtung ist die einzige dieser Art in Rheinland-Pfalz.

Landesschau Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Laura arbeitet im Kinderhospiz

Für Laura ist ihr Job, als Pflegerin im Kinderhospiz, eine Bereicherung. Sie liebt die Arbeit und freut sich über die kleinen Momente, in denen sie den Kindern ein Lächeln bescheren kann.

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