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Die Gewerkschaft Verdi hofft, dass es vor Weihnachten besonders weh tut: Nach eigenen Angaben hat sie zu einem mehrtägigen Streik beim Versandhändler Amazon aufgerufen.

Nach Angaben der Gewerkschaft wird auch der Amazon-Standort in Koblenz seit der Nacht von Sonntag auf Montag bestreikt. Verdi will damit erreichen, dass Amazon dem Flächentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels beitritt, außerdem fordert die Gewerkschaft den Abschluss eines Tarifvertrags für gute und gesunde Arbeit. Verdi hat die Mitarbeiter an den Standorten Werne und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen, Leipzig in Sachsen, Koblenz und an zwei Standorten im hessischen Bad Hersfeld dazu aufgerufen, bis Heiligabend die Arbeit nieder zu legen.

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Streik hat nach Amazon-Angaben keine Auswirkungen

Das US-Unternehmen verdiene sich in der Corona-Pandemie eine goldene Nase, hieß es von ver.di. Deswegen müssten die Mitarbeiter entsprechend entlohnt werden. Amazon lehnt einen Tarifvertrag seit Jahren ab.

Der Pressesprecher des Amazon-Standortes in Koblenz, Thorsten Schwindhammer, erklärte wie schon bei anderen Streiks, die Beteilung an dem Streik sei sehr gering, er werde keine Auswirkungen auf die Belieferung von Kunden haben. Pakete kämen pünktlich an, der Großteil der Mitarbeiter kümmere sich wie üblich um Kundenbestellungen.

Weihnachten bei Amazon - Stress im Geschenkelager

„Ich bin noch motiviert – ich weiß es sind noch ein paar Tage, dann ist Weihnachten und dann ist erstmal Ruhe.“  mehr...

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