Ein Sanitäter der Bundeswehr in Uniform mit einer Armbinde mit einem roten Kreuz auf weißem Grund (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Organisation der Operation "Kleeblatt"

Wie die Bundeswehr in Koblenz bei der Verlegung von Covid-Patienten hilft

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Weil Intensivstationen in Süddeutschland voll sind, bringt die Luftwaffe Corona-Patienten in andere Bundesländer. Das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz organisiert das.

Die Patienten, die im Rahmen der "Operation Kleeblatt" von der Luftwaffe in andere Kliniken verlegt werden, leiden oft unter den Folgen einer Covid-Infektion. Das stellt das Team des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Koblenz vor besonderen Herausforderungen, sagt Sven Marquardt, der Leiter der Verwundetenstelle. Sie hat ihren Sitz in der Falckenstein-Kaserne und verfügt nach eigenen Angaben über viel Erfahrung bei der Verlegung von Patienten.

Sven Marquardt, der Leiter der Verwundetenstelle beim Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz. (Foto: Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr)
Sven Marquardt, der Leiter der Verwundetenstelle beim Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz. Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr

Corona-Patienten müssen transportfähig sein

Bei den an Corona erkrankten Patientinnen und Patienten sei oft die Lunge geschädigt. Bei einem Transport im Flugzeug würden dann die Druckverhältnisse schwanken, was eine zusätzliche Belastung für ihren Organismus bedeuten könne. Deshalb werde jeweils eine Einzelfallbetrachtung vor der Verlegung durchgeführt, so Marquardt.

Der große Vorteil der Verlegung mit dem Flugzeug sei jedoch, dass die Patientinnen und Patienten durch den schnellen Transport wieder zügig intensivmedizinisch behandelt werden können. Insgesamt werden den Angaben zufolge bis zum Freitagnachmittag sechs beatmungspflichtige Covid-Patienten transportiert. Zwei von ihnen kommen nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums in Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz.

Notfallteams rund um die Uhr einsatzbereit

"Das sind natürlich eine Menge Zahnräder, die ineinander greifen", erklärt Marquardt. Nicht nur das Personal müsse für die Einsätze bereitgestellt werden, sondern auch die Flugzeuge der Luftwaffe müssten ständig startklar sein.

Das Personal, das bei den Verlegungsflügen eingesetzt werde, bestehe aus Fachärztinnen und Fachärzten sowie Pflege- und Sanitätspersonal. Diese Teams müssen laut Bundeswehr rund um die Uhr einsatzbereit sein. Das Personal, dass Marquardt und sein Team im Notfall alarmieren, ist nach seinen Angaben normalerweise im Routinebetrieb der Bundeswehrkrankenhäuser eingesetzt.

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