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Eigentlich ist Thomas Metz seit Ende Dezember Rentner. Doch jetzt wird er Aufsichtsratsvorsitzender der BUGA 2029 GmbH. Er kennt das Welterbe Oberes Mittelrheintal wie kaum ein Zweiter.

Die Bundesgartenschau 2029 im Mittelrheintal ist das große Zukunftsprojekt, in das die Menschen vor Ort viele Hoffnungen setzen. Die BUGA soll dem Welterbetal neuen Aufschwung geben und es voran bringen. Die Federführung hat dabei die BUGA 2029 GmbH - mit Berthold Stückle als Geschäftsführer.

Als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates soll ihn Thomas Metz bei dieser Aufgabe unterstützen, ein ausgewiesener Fachmann, der das Mittelrheintal mit allen Stärken und Schwächen kennt. Diese Entscheidung hat am Mittwoch der Aufsichtsrat bei seiner konstituierenden Sitzung in Boppard getroffen.

Der frühere Chef der Generaldirektion Kulturelles Erbe in Rheinland-Pfalz war bis Ende 2020 für alle Burgen, Schlösser und Altertümer im Land zuständig. Außerdem war er von 2001 bis 2007 Leiter des Landesmuseums Koblenz in der Festung Ehrenbreitstein.

Thomas Metz kennt das Mittelrheintal in- und auswendig

Der gelernte Architekt hatte ungewöhnliche und oft auch umstrittene Ideen, um Kulturgüter den Menschen nahe zu bringen. Ende 2020 verabschiedete sich Thomas Metz in den Ruhestand, deutete aber schon damals an, dass neue Aufgaben auf ihn warten könnten. Seine umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen kann er jetzt als Aufsichtsratsvorsitzender der BUGA 2029 GmbH einbringen.

Der Schriftzug Buga 2029 mit drei stilisierten Blumen (Foto: SWR)
Die Entscheidung steht für eine Buga im Jahr 2029.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) lobte deshalb die Entscheidung der BUGA-Gesellschafter. Metz gehe es nicht nur darum, Kulturgut zu bewahren, sondern auch darum, es für die kommenden Generationen erlebbar zu machen. Auch der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) und der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal als Mehrheitseigner der BUGA GmbH sind froh über seine Unterstützung.

BUGA 2029 soll Innovationsschub am Mittelrhein bringen

Die Bundesgartenschau 2029 wird in fast 50 Kommunen entlang einer Strecke von 67 Kilometern Länge am Mittelrhein zwischen Koblenz im Norden und Bingen sowie Rüdesheim im Süden veranstaltet. Die Machbarkeitsstudie für die BUGA 2029 sieht eine Erneuerung der touristisch nutzbaren öffentlichen Infrastruktur am Oberen Mittelrhein vor.

Blick von Loreley-Plateau (Foto: SWR)
Blick vom Loreley-Plateau ins Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Außerdem sollen das Loreley-Plateau und die sogenannten Burggärten als touristische Highlights weiter ausgebaut werden. Geplant sind auch schwimmende Blumenhallen auf dem Mittelrhein. Zudem sollen Breitband-Anschlüsse und mobiles Internet in der Region gestärkt werden. Die Bundesgartenschau soll darüber hinaus die "erste komplett digital erlebbare" Gartenschau werden.

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