Bistum Trier (Foto: SWR, SWR)

Neue Strukturen im Bistum Trier

Pfarreien in Neuwied und Hunsrück fusionieren zu "Pastoralen Räumen"

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Im Zuge der Pfarreienreform im Bistum Trier verändern sich Strukturen: Seit dem Jahreswechsel gibt es gleichzeitig mehrere "pastorale Räume", unter anderem in Neuwied und im Hunsrück.

Im Bistum Trier gibt es seit dem 1.1.2022 Veränderungen, die parallel auf zwei Ebenen laufen: Zum einen fusionierten einzelne Kirchengemeinden. So sollen nach Angaben des Bistums aus bislang 887 Gemeinden bis zum Jahr 2026 insgesamt 172 Pfarreiengemeinschaften entstehen.

Zum anderen entstanden auch die ersten 15 der neuen sogenannten "Pastoralen Räume": Sie entsprechen nach Angaben des Bistums Trier den 35 Großpfarreien, die ursprünglich bei der umstrittenen Strukturreform entstehen sollten. Der Vatikan hatte diese Reform zunächst abgelehnt. Jetzt werden die Pläne in veränderter Form umgesetzt. Demnach haben sich mehrere benachbarte Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften zu einem "Pastoralen Raum" zusammengeschlossen.

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Leitungsteams stehen "Pastoralen Räumen" vor

Im Norden von Rheinland-Pfalz gibt es mit Beginn des neuen Jahres beispielsweise den "Pastoralen Raum Neuwied". Nach Angaben des Bistums umfasst er die bisherigen Pfarreiengemeinschaften Neustadt-Hohrhausen, Waldbreitbach-Niederbreitbach-Kurtscheid, Bad Hönningen-Rheinbrohl, Heimbach-Engers und die Pfarrei St. Clemens in Dierdorf. Außerdem die zum 1. Januar fusionierenden Pfarreien St. M. Magdalena Großmaischeid-Isenburg, St. Marien Linz am Rhein und Höhe und Neuwied St. Matthias.

Den "Pastoralen Räumen" stehen laut Bistum Trier sogenannte Leitungsteams vor. Sie bestünden aus einem Priester, der das Team leitet, und zwei weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern. Diese Leitungsteams sollen die Schnittstelle zwischen dem Bistum Trier und den Pfarreien bilden, Verwaltungsaufgaben vereinfachen sowie Synergien herausarbeiten.

Die Pfarreienreform im Bistum Trier sollte eigentlich schon Anfang 2020 umgesetzt werden. Der Vatikan hatte die Pläne nach massiver Kritik der "Initiative Kirchengemeinde vor Ort" und 2020 eine Prüfung angeordnet. Danach hatte das Bistum Trier die Pläne für die Pfarreienreform überarbeitet.

In der Sondierungsphase seien die Stimmen der Kirchengemeinden vor Ort respektiert und in die Entscheidung einbezogen worden, heißt es vom Bistum Trier. Allerdings habe es nirgendwo eine hundertprozentige Zustimmung gegeben.

Gemeindefusionen auch im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland

Auch in der Evangelischen Kirche im Rheinland fusionierten nach deren Angaben im neuen Jahr Gemeinden im Norden von Rheinland-Pfalz. Sie sollen damit so aufgestellt werden, dass sie für künftige Herausforderungen gerüstet sind.

Im Kirchenkreis Altenkirchen wurden den Angaben zufolge die Kirchengemeinde Kirchen und Freusburg durch einen Zusammenschluss zur Evangelischen Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg. Die Evangelische Friedenskirchengemeinde Neuwied und die Kirchengemeinde Neuwied-Marktkirche bilden künftig die Evangelische Kirchengemeinde Neuwied. Im Kirchenkreis Simmern-Trarbach schloss sich die Kirchengemeinde Kellenbach zum Jahreswechsel der Evangelischen Kirchengemeinde Gemünden an. Die Gemeinden firmieren jetzt als Evangelische Kirchengemeinde Gemünden-Kellenbach.

Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen und gliedert sich in 37 Kirchenkreise.

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