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Nonnen, die verrückte Abenteuer durchmachen, oder ein strenges Leben voller Gehorsam und Unterwerfung leben - das sind gängige Klischees über das Leben in einem Kloster. Jetzt will die Aktion "Kloster auf Zeit" mit solchen Vorurteilen aufräumen.

Die Aktion startet jetzt im Kloster Maria Hilf in Dernbach (Westerwald). Die Ordensgemeinschaft "Arme Dienstmägde Jesu Christi" will anlässlich ihres 170-jährigen Bestehens in diesem Jahr interessierten Frauen einen Blick hinter die Klostermauern ermöglichen. Frauen zwischen 19 und 49 Jahren können eine Zeit lang gemeinsam mit den Schwestern im Kloster Maria Hilf leben.

Provinzoberin Schwester Theresia kritisiert, dass Fernsehserien und Filme oft ein schräges Bild vermittelten. Frauen, die bei der Aktion mitmachten, könnten den realen Klosteralltag kennenlernen und erfahren, dass vieles viel weltlicher und offener sei, als gedacht: "So wie viele Dinge heute nicht mehr so sind, wie sie vor 50 Jahren waren, so ist das bei uns eben auch. Ich würde sagen, es hat sich ein Stück weit dem Wandel der Zeit angepasst."

Wer ins Kloster einziehen will, muss im Vorfeld einen negativen Corona-Test vorweisen und sich genauso wie die Schwestern innerhalb des Klosters an die geltenden Hygiene-Regeln halten. Die Teilnehmerinnen können ein oder zwei Wochen, aber auch bis zu drei Monate im Kloster Maria Hilf verbringen.

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