Nach tragischem Flugzeugunglück bei Montabaur

Sechsjähriger Passagier außer Lebensgefahr

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Der sechs Jahre alte Junge war nach Auskunft der Polizei schwer verletzt in die Uni-Klinik in Mainz geflogen worden. Demnach ist er außer Lebensgefahr. Der 61 Jahre alte Pilot starb.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte der Junge den Flug mit dem Ultraleichtflugzeug geschenkt bekommen. Der Pilot galt als sehr erfahren. Nach ersten Erkenntnissen der Bundestelle für Flugunfalluntersuchung, BFU, soll der Pilot Fluglehrer gewesen sein. Seine Papiere seien aber bei dem Absturz verbrannt.

Der Absturz ereignete sich im Bereich des Segelflugplatzes in Montabaur. Die einmotorige Maschine war kurz nach dem Start in einem angrenzenden Waldstück abgestürzt und fing dann Feuer. Der 61 Jahre alte Pilot war laut Polizeiangaben noch an der Unglücksstelle gestorben.

Einsatz mit Großaufgebot an Hilfskräften

Bei der Erstmeldung des Unfalls gingen die Rettungskräfte zunächst davon aus, dass es sich um den Absturz eines größeren Flugzeugs handelte. Deswegen waren zahlreiche Feuerwehreinheiten alarmiert worden. Auch das Rotes Kreuz, mehrere Polizeikräfte, das Technische Hilfswerk und Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Warum die Maschine abgestürzt ist, wird nun von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) ermittelt. Bereits am Samstag wurden mithilfe eines Polizeihubschraubers und einer Drohne daher Luftaufnahmen von der Absturzstelle gemacht. Auch Zeugen sollen nach Auskunft der BFU noch befragt werden. 

Das Flugzeugwrack wird jetzt untersucht 

Das Wrack des Ultraleichtflugzeugs war noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag geborgen worden. Nach Angaben der BFU befinde es sich an einem sicheren Ort in der Nähe der Absturzstelle. Die Behörde wird nun entscheiden, ob das Wrack für weitere Untersuchungen zu deren Hauptsitz nach Braunschweig gebracht werden soll. Mit ersten Ergebnissen zur Absturzursache sei erst Ende August zu rechnen.

Flugzeug war mit Rettungssystem ausgestattet

Das Ultraleichtflugzeug war nach Auskunft der BFU mit einem sogenannten Gesamtrettungssystem ausgestattet. Dieses Flugzeugmodell sei demnach mit einem Fallschirm ausgerüstet, der bei einem Absturz mit einem Raketenmotor ausgelöst werden könne. Das sei bei dem Absturz aber nicht geschehen. Der kleine Sprengsatz des Raketenmotos sei zwar gezündet gewesen, das sei aber vermutlich erst nach dem Absturz durch den Brand des Wracks passiert.

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