Bick aus der Luft auf ein großes weißes Plakat mit der Aufschrift "So geht Zukunft nicht" auf einem Feld im Westerwald (Foto: BI gegen Umgehungen Weyerbusch )

Millionen für Ortsumgehungen geplant

B8: Wie sinnvoll ist der geplante Ausbau bei Kircheib?

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Die geplante Ortsumgehung bei Kircheib ist umstritten. Nun haben sich Befürworter und Gegner auf einer Bürgerversammlung ausgetauscht.

Mehr als 40 Menschen nahmen an der Einwohnerversammlung in Kircheib im Kreis Altenkirchen teil. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters Lothar Bellersheim (parteilos) diskutierten sowohl Befürworter als auch Gegner des geplanten Straßenbauprojekts mit. Darunter seien auch Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative gegen den Ausbau der B8 bei Kircheib gewesen. Wie Bellersheim mitteilt, sei die Diskussion ruhig und konstruktiv veraufen.

Zunächst Umweltverträglichkeitsstudie für Umgehungsstraße bei Kircheib

So wurde auch über den aktuellen Planungstand informiert. Derzeit laufe eine sogenannte Umweltverträglichkeitsstudie. Damit solle Klarheit geschaffen werden, welche Tier- und Pflanzenarten in dem Gebiet vorkommen, in dem die Ortsumgehung gebaut werden soll. Wie Bellersheim weiter mitteilt, ist die Mehrheit des Gemeinderates gegen die Ortsumgehung.

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Umgehungsstraßen in Weyerbusch und Kircheib: Noch mehr Verkehr?

Bürgerinitiativen befürchten, dass nach dem Bau noch mehr Autos und Lkw die Strecke nutzen. Zudem sehen sie negative Folgen etwa für die Landwirtschaft und die Natur. Wie eine Sprecherin der Bürgerinitiative aus Kircheib mitteilte, haben Mitglieder der Bürgerinitiative rund um den Ort Infotafeln aufgestellt und sind dabei mit Spaziergängern ins Gespräch gekommen. Dabei habe sich herausgestellt, dass die meisten Bürger gar nicht richtig über die geplante Ortsumgehung Bescheid wüssten.

Zu den Kritikern der beiden geplanten Ortsumgehungen im Westerwald gehören auch Naturschützer. Sie schlagen vor, die Straßen in den Ortskernen zu verbreitern und so Möglichkeiten zum Überholen zu schaffen. Die Bürgerinitiative Kircheib hingegen setzt sich eigenen Angaben zufolge für eine Verkehrsberuhigung in den Ortskernen ein, da die Anwohner dort unter dem Straßenlärm leiden würden.

Ortsgemeinderat Weyerbusch hat Ortsumgehung an der B8 abgelehnt

Der Ortsgemeinderat von Weyerbusch hat die Pläne des Bundes in einer Sitzung im Oktober vergangenen Jahres einstimmig abgelehnt. Zuvor sei viel diskutiert worden, sagte Ortsbürgermeister Winhold (SPD) danach dem SWR. Auf der einen Seite fühlten sich viele Weyerbuscher durch den lauten Durchgangsverkehr gestört. Außerdem habe es immer wieder Unfälle beim Überqueren der Bundesstraße gegeben. Andererseits würde durch die geplante Ortsumgehung viel Natur rund um den Ort zerstört, so die Befürchtung der Einwohner. Letztlich seien sich alle Ratsmitglieder einig gewesen, dass sie die Umgehungsstraße zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen. Auch hier hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet.

Durch Weyerbusch fahren nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Koblenz jeden Tag mehr als 11.000 Fahrzeuge. Deshalb hat der Bund den Bau der Ortsumgehung an der B8 bei Weyerbusch als "vordringlichen Bedarf" eingestuft.

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