Mobiles Blitzgerät am Straßenrand (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Fotostand | Fotostand / Gelhot)

Kommunen setzen Tempomessungen aus

Mehrere Blitzer in Rheinland-Pfalz liefern falsche Messwerte

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Wer geblitzt wird, der war meistens zu schnell unterwegs. Oder doch nicht? Manchmal sind auch falsche Messungen möglich. Einige Gemeinden in Rheinland-Pfalz haben deshalb bestimmte Blitzergeräte stillgelegt.

Der Hersteller der mobilen Blitzer hatten die Verbandsgemeinden im nördlichen Rheinland-Pfalz nach eigenen Angaben erst kürzlich darüber informiert, dass das Gerät in Einzelfällen falsche Messungen liefere. Deshalb rate der Hersteller von weiteren amtlichen Messungen ab. Der Blitzer solle vorerst nicht mehr verwendet werden, bis die Ursache geklärt sei. Zunächst hatte die Rhein-Zeitung berichtet.

Verbandsgemeinden legen Blitzer still

Das Geräte-Modell ist schon seit mehreren Jahren in verschiedenen Kommunen in Rheinland-Pfalz im Einsatz, zum Beispiel in der Verbandsgemeinde Kirchberg. Dort wird das Gerät laut Verwaltung bereits seit 2009 verwendet. Dort wurde es inzwischen aber stillgelegt.

Auch die Verbandsgemeinde Weißenthurm hatte die mobilen Blitzer bis vor Kurzem in Betrieb. Nach dem Hinweis durch den Hersteller habe man die Geschwindigkeitsmessungen aber eingestellt. Die Verbandsgemeinde Montabaur verwendet nach eigenen Angaben eigentlich auch die mobilen Blitzer dieses Herstellers. Die Geräte würden inzwischen aber nicht mehr eingesetzt. In der Verbandsgemeinde werden dennoch weiter geblitzt - allerdings mit anderen Tempomessgeräten.

Zulassungsbehörde sucht nach Ursache

Die Ursache für die fehlerhaften Messungen ist offenbar noch unklar. Die Verbandsgemeinden teilten mit, dass die zuständige Zulassungsbehörde in Braunschweig derzeit daran arbeite, die Ursache zu finden. Das Modell habe dort aber bei Messungen bisher keine falschen Ergebnisse geliefert.

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