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Die Landtagswahl hat bei den Erststimmen im Norden von Rheinland-Pfalz keine Überraschungen gebracht. Die Parteien konnten ihre jeweiligen Direktmandate behalten.

Langjährige Direktkandidaten wie Roger Lewentz und Hendrik Hering (beide SPD) oder Anke Beilstein, Ellen Demuth und Horst Gies (alle CDU) brachten auch diesmal ihre Wahlkreise sicher nach Hause.

Parteien behalten Direktmandate in den Wahlkreisen

Auch der Generationenwechsel in einigen Wahlkreisen hat geklappt. Bei der CDU konnte Mathias Reuber im Kreis Altenkirchen Peter Enders beerben, im Wahlkreis Mayen/Vordereifel folgt Torsten Welling auf Adolf Weiland und im Rhein-Hunsrück Tobias Vogt auf Hans-Josef Bracht.

In Neuwied folgt SPD-Politikerin Lana Horstmann als Newcomerin auf ihren Parteikollegen Fredi Winter. Im nördlichen Wahlkreis Betzdorf/Kirchen musste sich Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auch diesmal von CDU-Mann Michael Wäschenbach geschlagen geben.

Grüne legen in Koblenz stark zu - SPD und CDU verlieren

In Koblenz hat Anna Köbberling von der SPD knapp ihr Direktmandat für den Landtag verteidigen können. Während sie und ihre Partei in der Stadt deutliche Verluste hinnehmen mussten, konnten die Grünen in Koblenz punkten. Mit 14,2 Prozent der Zweitstimmen konnten sie ihr Ergebnis im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren mehr als verdoppeln und damit einen Spitzenwert im nördlichen Rheinland-Pfalz erzielen.

Der Grüne Kandidat auf das Direktmandat Carl-Bernhard von Heusinger bekam 17,2 Prozent der Stimmen und landete damit auf Platz drei hinter Anna Köbberling (SPD) und Stephan Otto (CDU). Die SPD wurde zwar stärkste Kraft, verlor aber Stimmen, so wie fast alle anderen Parteien auch, außer den Grünen und den Freien Wählern. Diese konnten in Koblenz ihr Ergebnis von 2016 verbessern.

Freie Wähler ziehen in den Landtag ein

Ein kleine Überraschung gibt es dann doch: Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben die Freien Wähler die Fünf-Prozent-Hürde genommen (5,4 Prozent) und ziehen in den neuen Mainzer Landtag ein. Mit dabei wird auch der Koblenzer Rechtsanwalt und Landesvorsitzende der Freien Wähler Stephan Wefelscheid sein.

Wefelscheid steht bei den Freien Wählern auf Listenplatz 2 und fühlt sich gut auf seine neue Aufgabe vorbereitet: "Ich selber bin Rechtsanwalt von Beruf und habe meinen Kanzlei-Betrieb so eingestellt, dass die Option, Abgeordneter zu werden und Aufbauarbeit zu machen, erfüllt werden kann. So geht es auch meinen Kollegen. Die sind guten Mutes und freuen sich auf das, was jetzt kommt."

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