picture alliancedpa | Thomas Frey (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Kandidatencheck

Landratswahl Rhein-Lahn-Kreis: Udo Rau (CDU)

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Am Sonntag (13. März) wird im Rhein-Lahn-Kreis ein Nachfolger für Frank Puchtler (SPD) gewählt. Die CDU und die Freien Wähler haben als gemeinsamen Kandidaten Udo Rau (CDU) aufgestellt.

Alter: 53
Wohnort: Nassau
Beruf: Diplom-Verwaltungswirt

1. Warum braucht der Rhein-Lahn-Kreis eine Mittelrheinbrücke oder nicht?

Udo Rau: Nicht der Kreis, sondern die Menschen, die Wirtschaft, das Handwerk sowie der Tourismus brauchen die Brücke im Mittelrheintal! Und zwar dringend! Als jemand, der am Mittelrhein großgeworden ist und 15 Jahre in St. Goarshausen gearbeitet hat, kann ich das sehr gut bewerten. Der Rhein ist eine harte Grenze und wird es ohne eine Brücke auch dauerhaft bleiben. Mit aller Kraft möchte ich dran arbeiten, dass eine Brücke endlich das ersehnte verbindende Element wird!

2. Wie kann der Rhein-Lahn-Kreis bei der BUGA 2029 seine Stärken präsentieren?

Rau: Die BUGA 2029 wird das Schaufenster für das Mittelrheintal werden! Nach der Zeit der Rheinromantik und dem Tourismus-Boom Mitte des letzten Jahrhunderts hat die BUGA das Potenzial als Katalysator für einen ökologisch nachhaltigen Tourismus! Das kann aber nur funktionieren, wenn die BUGA "gut gemacht wird". Für mich lauten wichtige Schlüsselbegriffe: Geschichte, Ökologische Vielfalt der Hänge und Kerbtäler, Wein- und Obstbau, der Rhein als Wasserstraße.

3. Die Rheinschiene im Kreis ist vor allem touristisch gesehen schon recht stark - wie wollen Sie erreichen, dass auch andere Regionen wie etwa der Taunus weiterentwickelt und bekannter werden?

Rau: Die Bedeutung der Kreisregion wird uns durch die Weltgemeinschaft (UNESCO) eindrucksvoll bescheinigt. Während die Rheinschiene mit einer langen Geschichte, atemberaubender Landschaft und Wein besticht, kann der Taunus mit dem Pfund der Kulturhistorie, dem Naturbaden sowie dem Rad- und Kanuwandern wuchern. Es wäre aber illusorisch anzunehmen, dass der Taunus trotz aller Bemühungen auf ein ähnliches touristisches Niveau wie das Rheintal gehoben werden kann.

4. Der Kreishaushalt steht im Vergleich zu anderen Kreisen im Land eher schlecht da - wie kann der Rhein-Lahn-Kreis Ihrer Meinung nach mehr Geld in die Kasse bekommen?

Rau: Der Rhein-Lahn-Kreis hat in erster Linie ein Aufwands- und kein Ertragsproblem. Während die Erträge im Haushalt 2022 um eine Million Euro anwachsen, erhöhen sich die Aufwendungen im gleichen Zeitraum um rund 16 Millionen Euro. Beispielhaft steigt die Unterdeckung beim Öffentlichen Personennahverkehr in nur einem Jahr von 7,2 auf 13,2 Millionen Euro. Solche massiven Haushaltslöcher kann kein Landkreis verkraften. Deshalb lautet die Devise: sparen!

Bad Ems

Kandidatencheck Landratswahl Rhein-Lahn-Kreis: Jörg Denninghoff (SPD)

Am Sonntag (13. März) wird im Rhein-Lahn-Kreis ein Nachfolger für Frank Puchtler (SPD) gewählt. Sein Parteikollege Jörg Denninghoff würde ihn gerne beerben.

Bad Ems

SPD nominiert Denninghoff Rhein-Lahn-Kreis: Landrat Puchtler stellt sich nicht zur Wiederwahl

Der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler (SPD), hört auf. Er trete aus familiären Gründen nicht mehr zur Wiederwahl an, sagte er. Die SPD schickt Jörg Denninghoff ins Rennen.

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

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