Montage: Das von der Flut beschädigte Bad Neuenahr vor der Landratswahl im Kreis Ahrweiler (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Kandidatencheck

Landratswahl Kreis Ahrweiler: Horst Gies (CDU)

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Am Sonntag wird bei der Landratswahl im Kreis Ahrweiler ein Nachfolger für Jürgen Pföhler (CDU) gesucht. Parteikollege Horst Gies möchte ihn beerben.

Alter: 60
Wohnort: Ahrweiler
Beruf: Landtagsabgeordneter, Interims-Landrat im Kreis Ahrweiler

1. Wie wollen Sie es schaffen, dass neben dem Ahrtal der Rest des Kreises nicht zu kurz kommt? 

Horst Gies: Im Rahmen des Neu- und Wiederaufbaus des Ahrtals ist es unerlässlich, alle Kommunen im Kreis Ahrweiler mit einzubinden. Themen wie Hochwasserschutz und Radwegenetz müssen hierbei über Kommunalgrenzen hinaus geplant und umgesetzt werden. Deshalb möchte ich als Landrat die Belange aller Kommunen unter dem Dach einer gemeinsamen Innovationsgesellschaft bündeln und so wichtige Synergieeffekte nutzen.

2. Der Kreis will bis 2030 klimaneutral sein. Welche Auswirkungen hat das für die Menschen in der Region? 

Horst Gies: Wir müssen schnellstmöglich klimaneutral werden. Denn welche Auswirkungen der Klimawandel hat, haben wir im vergangenen Jahr schmerzlich erfahren müssen. Die Folgen der Klimaneutralität heute zu benennen, halte ich allerdings für verfrüht, da die Umsetzung einen stetigen Prozess darstellt, welcher immer wieder an neue Innovationen und Methoden - Stichwort "Ahrtal wird SolAHRtal" - angepasst werden muss.

3. Wie wollen Sie den Kreis wirtschaftlich fördern? 

Horst Gies: Wichtig ist, dass der Wirtschaftsstandort mit allen Mitteln gesichert wird und wir von der Flut betroffenen Unternehmen beispielsweise Ausweichstandorte im Kreisgebiet ermöglichen. Unsere Region muss auch weiterhin attraktiv für Betriebe aller Art bleiben. Deshalb ist auch eines meiner Ziele die Standortkampagne „AWstark“ weiter auszubauen und damit auch neue Unternehmen in den Kreis zu locken.

4. Wie kann es gelingen, das Ahrtal für Touristen und Anwohner attraktiv zu machen? 

Horst Gies: Auch hier dürfen wir das Ahrtal nicht isoliert betrachten. Hauptaufgabe wird es sein, die Schönheit unserer einzigartigen Naturlandschaft zu erhalten und gleichzeitig Anreize für kommende Generationen zu schaffen. Flächen für bezahlbaren Wohnraum ausweisen, die medizinische Versorgung sichern - vor allem im ländlichen Bereich - oder wohnortnahe Kitaplätze einrichten, sind nur ein paar meiner Ziele.

5. Das Ahrtal soll modern und nachhaltig aufgebaut werden. Was bedeutet das für Sie? 

Horst Gies: Unser Kreis muss zu einer Modellregion werden. Das bedeutet, dass man die Chancen dieser Katastrophe zum Wohle aller Menschen im Kreis nutzt. Stichworte sind hier der Ausbau erneuerbarer Energien, ein kommunen- und länderübergreifendes Hochwasserschutzkonzept oder das Zukunftsthema Digitalisierung. Es ist unsere Verpflichtung, die Weichen für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder und Enkel zu stellen.  

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SWR