Montage: Das von der Flut beschädigte Bad Neuenahr vor der Landratswahl im Kreis Ahrweiler (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Kandidatencheck

Landratswahl Kreis Ahrweiler: Cornelia Weigand (parteilos)

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Am Sonntag wird bei der Landratswahl im Kreis Ahrweiler ein Nachfolger für Jürgen Pföhler (CDU) gesucht. Die Bürgermeisterin der VG Altenahr, Cornelia Weigand, möchte ihn beerben.

Alter: 50
Wohnort: Altenahr
Beruf: Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr 

1. Wie wollen Sie es schaffen, dass neben dem Ahrtal der Rest des Kreises nicht zu kurz kommt? 

Cornelia Weigand: Beides hat seinen Platz, beides stärkt den gesamten Kreis: Neuaufbau und Weiterentwicklung. Viele Aufgaben betreffen zerstörte und intakte Orte gleichermaßen, beispielsweise die Digitalisierung der Schulen, schnelles Internet, Mobilität, Zustand des Straßennetzes oder interkommunale Gewerbegebiete.

2. Der Kreis will bis 2030 klimaneutral sein. Welche Auswirkungen hat das für die Menschen in der Region? 

Cornelia Weigand: Um dieses Ziel erreichen zu können, muss der Kreis mit gutem Beispiel bei der Energiegewinnung und bei der Mobilität vorangehen und die private Umstellung fördern. Themen sind: Solar- und Geothermie, PV-Anlagen, sinnvoller Ausbau von Windkraft, Kraft-Wärme-Kopplung, Nahwärme-Netze, Wärmepumpen. Neue Konzepte im ÖPNV und im Individualverkehr. Ausbau der Radmobilität mit einem kreisübergreifenden Konzept. 

3. Wie wollen Sie den Kreis wirtschaftlich fördern? 

Cornelia Weigand: Erhalt und Ausbau von Betrieben und Arbeitsplätzen sind von entscheidender Bedeutung. Es gilt, den Standort zu sichern und die Kundenbindung in Zeiten des Aufbaus zu stärken. Ich setze auf eine übergreifende Zusammenarbeit: interkommunale Gewerbegebiete, die Nähe zu Köln/Bonn/Rhein-Sieg mit dem Regionalen Arbeitskreis :rak und das Bonn-Berlin-Gesetz.

4. Wie kann es gelingen, das Ahrtal für Touristen und Anwohner attraktiv zu machen? 

Cornelia Weigand: Unsere wunderschöne Ahr-Region muss neu als Destination von nationaler Bedeutung ausgebaut werden. Wir brauchen neue Programme für unterschiedliche Zielgruppen und sollten dabei die Potenziale der Höhen und Seitentäler heben. Nachhaltigkeit sollte zum neuen Markenkern der Region gehören. So steigt auch die Lebensqualität vor Ort.

5. Das Ahrtal soll modern und nachhaltig aufgebaut werden. Was bedeutet das für Sie? 

Cornelia Weigand: Die Bauweise neuer Gebäude und der Infrastruktur ist hochwasser-resilient. Dabei sollte eine Formensprache gefunden werden, die die lokale Identität aufgreift und das Neue mit dem Alten verbindet. Selbstverständlich gehört zur Nachhaltigkeit auch, dass beim Aufbau Energie-Einsparung und Nutzung regenerativer Energiequellen im Vordergrund stehen.

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SWR