Montage: Das von der Flut beschädigte Bad Neuenahr vor der Landratswahl im Kreis Ahrweiler (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Kandidatencheck

Landratswahl Kreis Ahrweiler: Christoph Schmitt (unabhängig)

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Am Sonntag wird bei der Landratswahl im Kreis Ahrweiler ein Nachfolger für Jürgen Pföhler (CDU) gesucht. Der SPD-Kreisbeigeordnete Christoph Schmitt tritt überparteilich an.

Alter: 35
Wohnort: Niederzissen
Beruf: Diplom Finanzwirt (Beamter beim Bundeszentralamt für Steuern)

1. Wie wollen Sie es schaffen, dass neben dem Ahrtal der Rest des Kreises nicht zu kurz kommt? 

Christoph Schmitt: Ich selbst wohne im Brohltal. Mir sind die Herausforderung der anderen Kommunen im Kreis sehr bewusst und es wird die Aufgabe des neuen Landrats sein, darauf zu achten, hier für einen Ausgleich zu sorgen. Aus meiner Sicht gelingt dies nur durch einen stetigen Austausch mit den Bürgermeistern und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

2. Der Kreis will bis 2030 klimaneutral sein. Welche Auswirkungen hat das für die Menschen in der Region? 

Christoph Schmitt: In den letzten Jahren hat der Kreis leider viel zu wenig dafür getan, dieses Ziel zu erreichen. Ich werde den Ausbau der erneuerbaren Energien im Kreis vorantreiben. Dafür muss der Schwerpunkt auf der Solarenergie liegen. Wo möglich und sinnvoll braucht es aber auch Windkraft. Auch beim Thema Mobilität brauchen wir endlich innovative Lösungen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur im ländlichen Bereich.

3. Wie wollen Sie den Kreis wirtschaftlich fördern? 

Christoph Schmitt: Es gilt, die Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Fortschritt zu verbessern. Schnelles Internet und gute Mobilfunkversorgung für unsere Gewerbegebiete und auch für die kleinsten Orte sind Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft. Daneben werde ich die von der Flut schwer betroffenen Betriebe gezielt unterstützen, damit ihnen ein Neustart gelingen kann. 

4. Wie kann es gelingen, das Ahrtal für Touristen und Anwohner attraktiv zu machen? 

Christoph Schmitt: Kurzfristig gilt es, die touristischen Highlights, wie den Rotweinwanderweg, die nicht von der Flut betroffen sind, zu bewerben und zu stärken. Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Tourismusverbänden, wie der Vulkanregion Laacher See, gilt es auszubauen. Langfristig möchte ich die Akteure vor Ort bei einem nachhaltigen und modernen Wiederaufbau der touristischen Angebote unterstützen.

5. Das Ahrtal soll modern und nachhaltig aufgebaut werden. Was bedeutet das für Sie? 

Christoph Schmitt: Mein Ziel ist, dass die Menschen in acht Jahren feststellen, dass unsere Heimat moderner und familienfreundlicher geworden ist. Die aktuelle Situation sollte als Chance für einen Neustart genutzt werden. Für mich bedeutet das, im Wiederaufbau: klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung für Haushalte und Gewerbe zu fördern, flächendeckenden Glasfaserausbau bis ins Haus und nachhaltige Mobilitätskonzepte.

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