Montage: Das von der Flut beschädigte Bad Neuenahr vor der Landratswahl im Kreis Ahrweiler (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Kandidatencheck

Landratswahl Kreis Ahrweiler: Axel Ritter (parteilos)

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Am Sonntag wird bei der Landratswahl im Kreis Ahrweiler ein Nachfolger für Jürgen Pföhler (CDU) gesucht. Einer der Bewerber ist Axel Ritter - er tritt parteilos an.

Alter: 57
Wohnort: Bad Neuenahr-Ahrweiler
Beruf: Architekt

1. Wie wollen Sie es schaffen, dass neben dem Ahrtal der Rest des Kreises nicht zu kurz kommt? 

Axel Ritter: Durch die notwendigen Maßnahmen im Zusammenhang mit zukünftigen Fluten, den vorgesehenen Fokussierungen und Neuausrichtungen. So könnten andere Regionen davon profitieren, dass Betriebe und Einrichtungen im Ahrtal neue Unterbringungs- und/oder Fertigungsmöglichkeiten suchen. In einigen Gebieten könnten Innovationsparks errichtet werden, die sich mit neuen Produkten und Technologien beschäftigen.

2. Der Kreis will bis 2030 klimaneutral sein. Welche Auswirkungen hat das für die Menschen in der Region? 

Axel Ritter: Dass zukünftig weitgehend auf erneuerbare Energien gesetzt wird, dass Gebäude deutlich besser gedämmt werden müssen, möglichst kaum noch zugeheizt werden muss, und wenn doch, dass die dafür benötigte Energie "grün" ist. Wer neu baut, kann Null- und Plusenergiehäuser errichten lassen. Wer einen Altbau hat, hat es in der Regel schwerer, zu diesem Ziel beizutragen. Windparks kämen nicht bei allen gut an.

3. Wie wollen Sie den Kreis wirtschaftlich fördern? 

Axel Ritter: Dass Unternehmen zugesagte Hilfen bekommen. Ich würde eine progressive Kreisumlage unter Berücksichtigung der jetzigen Situation befürworten. Innovative und relevante Unternehmen könnten gezielt gefördert werden. Auch würde ich Unternehmen mit Potenzial unterstützen, interessanten Unternehmen einen attraktiven Standort bieten und versuchen, der Gastronomie und Hotellerie - da wo möglich - zu helfen.

4. Wie kann es gelingen, das Ahrtal für Touristen und Anwohner attraktiv zu machen? 

Axel Ritter: Indem man diesen die Angst nimmt, ihnen durch ein effektives, nachhaltiges Flutentlastungskonzept eine begründete Hoffnung gibt. Durch einen Mix aus Weinbauflächen, einer in weiten Teilen ungezügelten Ahr, historischen und innovativen Bauwerken. Darüber hinaus: ausreichende und attraktive Arbeitsplätze, ein gutes Bildungsangebot, gute Naherholungsmöglichkeiten und ein gut funktionierender ÖPNV.

5. Das Ahrtal soll modern und nachhaltig aufgebaut werden. Was bedeutet das für Sie? 

Axel Ritter: Modern ist nicht immer modern, einiges wird als modern angesehen, ist es aber nicht! Für mich sind etwa Null- und Plusenergiehäuser modern oder auch schwimmfähige und andere anpassungsfähige Häuser beziehungsweise Gebäude. Ich selbst beschäftige mich schon seit über 30 Jahren mit Nachhaltigkeit, insbesondere im Bereich Gebäude, aber auch bei Produkten. Trotzdem, das Projekt SolAHRtal bietet hier Chancen.

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SWR