Blick aufs Podium der Jugendsynode (Foto: SWR)

Erste Jugendsynode der rheinischen Kirche Evangelische Jugend fordert mehr Einfluss und Beteiligung

In Bad Neuenahr-Ahrweiler ist die erste Jugendsynode der evangelischen Kirche im Rheinland zu Ende gegangen. Hauptanliegen der Teilnehmer: mehr Teilhabe von Jugendlichen in Gemeinden und Gremien.

Die 110 Teilnehmer der Jugendsynode verlangten flächendeckend Jugendausschüsse in allen Gemeinden und Kirchenkreisen mit einer 50-Prozent-Quote für junge Leute. In Modellprojekten sollten zudem verbindliche Formen von mehr Teilhabe junger Menschen erprobt werden. "Ich hoffe, dass wir da einen Weg finden, dass das Thema Jugend öfter auf der Tagesordnung ist," sagte die stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Jugend im Rheinland, Fiona Paulus im SWR.

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Weitere Beschlüsse fasste die Jugendsynode zu den Themen Jugendarbeit, Jugend- und Familienarmut, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und neue Gemeindeformen. Auch sollten künftig von den Kirchenkreisen mehr junge Menschen in die Landessynode entsendet werden.

Seit Freitag berieten Vertreter der Kirchenjugend, Studenten, aber auch Mitglieder des Kirchenparlaments über selbst gesetzte Anliegen. Präses Manfred Rekowski bekannte, der jungen Generation sei bislang zu wenig Raum und zu wenig Gestaltungsmöglichkeit gegeben worden. Ob es nach der Premiere eine Fortsetzung geben wird, blieb offen.

Landessynode hat am Sonntag begonnen

Die Beschlüsse der Jugendsynode werden von der sich anschließenden Landessynode beraten, die am Sonntag mit einem Gottesdienst in Bad Neuenahr-Ahrweiler begonnen hat. Die 206 stimmberechtigten und 27 beratenden Mitglieder der Landessynode entscheiden auch über weitere Belange der rheinischen Landeskirche, beraten über den Haushalt für 2019 und erörten eine gerechtere Verteilung der Kirchensteuereinnahmen.

Ein Hauptthema ist die Förderung innovativer Formen von Kirchengemeinde, dafür ist ein Fördertopf von insgesamt fünf Millionen Euro für die kommenden zehn Jahre vorgesehen. Am Montag trägt Präses Rekowski seinen jährlichen Rechenschaftsbericht vor, in dem er sich auch zu aktuellen Themen äußern will. Als Gast wird zudem der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) erwartet, der ein Grußwort sprechen will. Die Landessynode endet am Freitag.

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