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Rettung in Sicht? Offenbar gibt es einen konkreten Interessenten, der die finanziell angeschlagenen Loreley-Kliniken in Sankt Goar und Oberwesel weiter betreiben könnte.

Nach Angaben des Verbandsbürgermeisters, Thomas Bungert (CDU), handelt es sich dabei um einen großen Betreiber, der Kliniken in ganz Deutschland führt. Um Namen zu nennen, sei es zwar noch zu früh, so Bungert weiter. Aber es seien bereits erfolgreiche Vorgespräche geführt worden. Anfang des Jahres könnte es dann schnell konkret werden. Der Verbandsbürgermeister geht davon aus, dass es bis Ende Februar eine Einigung geben wird.

Interessent könnte bei Umstrukturierung helfen

Der Betreiber könnte auch in der Übergangsphase weiterhelfen, so der Verbandsbürgermeister. Denkbar wäre demnach, dass zuerst die beiden Kommunen Sankt Goar und Oberwesel und die Verbandsgemeinde alle Anteile an den Loreley-Kliniken übernehmen und der Betreiber mit seiner Expertise bei der Umstrukturierung hilft. Im Anschluss könnte er dann eigene Anteile erwerben und die Kliniken selbst weiter betreiben.

Marienhaus GmbH zieht sich Ende 2020 zurück

Der aktuelle Betreiber, die Marienhaus GmbH, hatte am Mittwoch angekündigt, dass sie sich nun endgültig Ende 2020 aus beiden Häusern zurückziehen werde. Ein zweites Gutachten hatte die Verantwortlichen in ihrer Entscheidung noch einmal bestätigt. Es hatte ergeben, dass für die beiden Häuser im nächsten Jahr ein Verlust von rund eineinhalb bis zwei Millionen Euro erwartet wird. Ein Weiterbetrieb auf längere Sicht kommt daher für die jetzigen Betreiber nach eigenen Angaben nicht in Frage.

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