Die Koblenzer Innenstadt im Sommer mit Cafés und Restaurants. (Foto: Archiv: picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Beteiligungsprozess für attraktivere Stadt gestartet

Wie kann die Innenstadt in Koblenz schöner werden?

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Constantin Pläcking
SWR-Reporter Constantin Pläcking aus dem Studio Koblenz. (Foto: SWR)

Die Stadt Koblenz will von ihren Bürgern und Bürgerinnen wissen, was getan werden muss, damit die Innenstadt noch attraktiver wird. Dafür wurden jetzt erste Ideen gesammelt.

Eine Rooftop-Strandbar oben auf dem Parkhaus, eine Pop-Up-Kunstausstellung auf der Straße oder die Parkplatzinsel mit Liegestühlen im Sommer. Kann es solche Dinge, die man sonst nur aus Metropolen wie Berlin kennt, auch in Koblenz geben? Geht es nach der Planungsagentur "Stadt und Handel" aus Dortmund, dann schon - aber nur, wenn es Menschen in der Stadt selbst anpacken.

50 Menschen bei Auftaktveranstaltung

Die Agentur hat im Auftrag der Stadt Koblenz einen Beteiligungsprozess gestartet. Ziel ist es, herauszufinden, wie die Innenstadt in Koblenz attraktiver werden kann. An der Auftaktveranstaltung am Montagabend im Forum Confluentes, haben etwa 50 Menschen teilgenommen.

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Koblenz ist bereits attraktiv, aber es geht noch besser

Geht es nach Jens Nußbaum von "Stadt und Handel", dann ist Koblenz bereits jetzt attraktiv für Besucher aus der gesamten Umgebung. Man starte also auf einem hohen Niveau. Dennoch haben die Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung durchaus Orte identifiziert, die noch Aufwertung benötigen.

Eine Bürgerin aus Koblenz definiert auf einer Karte mit roten und grünen Punkten, wo sie es in der Stadt attraktiv findet und wo nicht. (Foto: SWR)
Eine Bürgerin aus Koblenz definiert mit roten und grünen Punkten, wo sie es in der Stadt attraktiv findet und wo nicht.

Beispielsweise das Peter-Altmaier-Ufer mit den Schiffen und Touristenbussen. Hier ist es nach Einschätzung der Veranstaltungsteilnehmer oft laut und es wird zu wenig geboten. Ebenso habe die Gegend rund um den Hauptbahnhof Verbesserungsbedarf.

Besonders gerne sind die Bürgerinnen und Bürger offenbar rund um den Münzplatz. Auffällig war auch, dass es Orte gab, die bei der Bewertung fast gar nicht auftauchten. Etwa die Gegend rund um den Görresplatz und von dort aus in Richtung Konrad-Adenauer-Ufer.

Mehr Fahrradstellplätze und öffentliche Toiletten in Koblenz gewünscht

Auf einer Tafel konnten die Teilnehmer auch Wünsche für die Innenstadt einbringen. Beispielsweise wurden mehr Fahrradstellplätze in der Innenstadt gewünscht, aber auch öffentliche Toiletten. Gerade für ältere Menschen wären die Wege oft zu weit.

Es wurde aber auch der Konflikt deutlich, den eine belebte Innenstadt mit sich bringt: Viele Leute in der Gastronomie sind gleichzeitig auch laut, was auf der anderen Seite Anwohner gerade am Abend und in der Nacht stört. So wurde auf den Tafeln einerseits der Wunsch nach mehr Ruhe aber auch gleichzeitig nach mehr Gastronomie geäußert.

Beteiligungsprozess geht bis Mitte 2023

Die Veranstaltung im Forum Confluentes war nur der Auftakt zu einem Bürgerbeteiligungsprozess, den die Stadt und das Planungsbüro starten. So soll von Januar bis März eine Vision für die Innenstadt erstellt werden. Ende August 2023 sollen dann erste Projekte bereits auf dem Weg sein und die Menschen sollen eine spürbare Veränderung wahrnehmen.

Doch dafür brauche es die Menschen, meint Jens Nußbaum: "Die Vielfalt kann eigentlich nur aus der Stadtgesellschaft selbst kommen. Es gibt nicht den großen Akteur." In dem Prozess solle den Leuten auch Mut gemacht werden, Dinge für ihre Innenstadt zu entwickeln.

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