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An der Koblenzer Hochschule sind im Rahmen einer landesweiten Corona-Impfaktion bisher etwa 1.000 Impftermine vergeben worden. Der große Ansturm ist bislang jedoch ausgeblieben.

Die einwöchige Aktion der Landesregierung läuft seit Mittwoch an allen rheinland-pfälzischen Universitäten und Hochschulen. Ursprünglich sollten bei der Sonder-Impfaktion nur junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren geimpft werden. Doch jetzt ist die Impfung in Koblenz nach Angaben der Hochschule ohne Altersbeschränkung möglich.

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Der Hochschulstandort Koblenz soll für die Impfaktion 5.000 Dosen des Biontech-Impfstoffs erhalten. Der große Ansturm ist bis Donnerstag jedoch ausgeblieben. Nach Angaben einer Sprecherin sind bisher etwa 1.000 Impftermine für eine Erstimpfung vergeben worden.

Hochschule Koblenz: Impfaktion muss sich herumsprechen

Der zuständige Staatssekretär Denis Alt (SPD) sagte, er sehe die momentan niedrigen Inzidenzen als Hauptgrund für die zögerliche Nachfrage nach Impfterminen. Man hoffe, dass sich die Impfaktion schnell in der Region herumspreche, sagte eine Hochschul-Sprecherin, damit alle der voraussichtlich 5.000 Impfdosen auch verimpft werden könnten.

Die Impfaktion geht noch bis kommenden Mittwoch. Daran teilnehmen können nach Angaben der Hochschule Koblenz alle Erwachsenen ab 18 Jahren, die entweder in Rheinland-Pfalz wohnen oder an einer der Hochschulen des Landes eingeschrieben sind. Eine Anmeldung sei nur für eine Erstimpfung möglich. Wer schon eine Impfung bekommen habe, könne sich nicht ausschließlich für eine Zweitimpfung registrieren lassen.

Impfaktion soll ein sicheres Wintersemester ermöglichen

"Wir freuen uns sehr, den jungen Erwachsenen ein solches Impfangebot machen zu können, insbesondere unseren Studierenden, die in den vergangenen drei Pandemiesemestern erhebliche Einschränkungen in ihrem Studienverlauf hingenommen haben", sagt Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz. Durch die Impfaktion möchte die Hochschule ihren Studierenden ein möglichst sicheres Wintersemester mit einem hohen Anteil an Präsenzlehre ermöglichen, teilt Bosselmann-Cyran mit.

"Wichtig ist, dass nach den Einschränkungen der Pandemie nun auch junge Menschen in den Blick genommen werden."

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Auch die Universität Koblenz-Landau beteiligt sich an der Impfaktion, die aber nur an der Hochschule im Stadtteil Karthause durchgeführt wird. "Unsere Studierenden sollen wieder gemeinsam in Seminaren und Workshops lernen, unsere Bibliothek wieder uneingeschränkt nutzen und in gewohnter Weise Praktika und Prüfungen ablegen können", sagt Stefan Wehner, Vizepräsident an der Universität Koblenz-Landau.

Daher freue er sich, mit der Impfaktion einen Beitrag zur Beendigung der Pandemie leisten zu können. "Dies wäre ohne den freiwilligen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Hochschulen nicht möglich", sagt Wehner.

Studierende müssen sich vorher registrieren

Eine Impfung sei grundsätzlich nur mit Vorregistrierung möglich. Notfalls könnte die Registrierung aber mit einem mobilen Endgerät noch vor Ort erfolgen, teilt die Hochschule mit. Ein Check-in vor Ort sei nur mit einem negativen Corona-Schnelltestergebnis möglich, das nicht älter als 24 Stunden sein dürfte.

Der logistische und organisatorische Aufwand für dieses Impfangebot ist nach Angaben der beiden Hochschulen erheblich. So würden die Hochschulen während der täglich zehnstündigen Aktion eine ganze Reihe von Räumlichkeiten, technische Ausrüstung sowie durchgehend Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Unterstützt werden die beiden Hochschulen durch das Deutsche Rote Kreuz aus Koblenz.

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