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Rheinland-Pfalz denkt darüber nach, eine DNA-Datenbank für Hunde zu ermöglichen - damit Behörden zurückgelassenen Hundekot eindeutig einem Hund zuordnen können. Einem Sprecher des Innenministeriums zufolge hat die Stadt Selters im Westerwaldkreis darum gebeten.

Stadtvertreter versprechen sich von einer solchen Datenbank, anhand des Kots der Hunde die Halter ausfindig zu machen und gegebenenfalls zur Kasse zu bitten. Zunächst hatte die "Rhein-Zeitung" darüber berichtet. Das Problem unerwünschter Hinterlassenschaften von Hunden beschäftigt Rolf Jung (Freie Wähler), Stadtbürgermeister von Selters, seit Jahren. "Ich war es leid, dass immer nur darüber geredet wird."

Als ehemaliger Polizist kam ihm die Idee, mit Hilfe eines Speichelabstrichs der Hunde eine Datenbank anzulegen. Er beauftragte einen Fachanwalt, das rechtlich zu prüfen. Dessen Bericht schickte er nach eigenen Angaben zusammen mit einer Situationsbeschreibung an das Innenministerium, da nur dieses die Genehmigung für ein solches Vorhaben erteilen könne.

Ministerium: Vorschlag werde das Problem nicht lösen

Nach Angaben der Verbandsgemeindeverwaltung Selters liegt das Bußgeld für Hundekot momentan unter 100 Euro. Derzeit seien 1.710 Hunde in der Verbandsgemeinde Selters registriert, davon 201 in der Stadt Selters.

Laut Mitteilung eines Ministeriumssprechers sind die Erfolgsaussichten der Initiative allerdings gering. Eine gesetzliche Regelung wie von der Stadt Selters vorgeschlagen, erscheine zur Lösung der dort geschilderten Problematik weder zielführend noch verhältnismäßig.

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