In Koblenz ist der Rhein zum Teil schon über die Ufer getreten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Augst / Eibner-Pressefoto)

Wegen Hochwasser

Ab Freitag voraussichtlich keine Schifffahrt mehr auf dem Mittelrhein

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Das Wasser- und Schifffahrtsamt rechnet damit, dass ab Freitag die Schifffahrt auf dem Mittelrhein eingestellt wird. Dann wird ein Pegel von 6,50 Meter erwartet.

Ab diesem Punkt ist die Schifffahrt verboten. Der Pegel könnte wegen der angekündigten starken Regenfälle aber auch noch weiter steigen. Zwischen Boppard und Filsen hat die Autofähre ihren Betrieb bereits eingestellt. Die Fähre zwischen Remagen und Erpel soll am Donnerstag folgen.

Sandsäcke werden in Koblenz-Neuendorf an Anwohner ausgeteilt

Seit Dienstag baut die Feuerwehr in Koblenz die Hochwasserschutzwand im Stadtteil Neuendorf auf. Wegen des steigenden Pegels werden Sandsäcke vom Technischen Hilfswerk an betroffene Anwohner ausgegeben. Bereits seit Dienstag werden dort Vorbereitungen für den Hochwasserschutz getroffen. Die Feuerwehr will am Donnerstag die Spundwände verschließen und bittet betroffene Anlieger ihre Häuser zu sichern.

Der Campingplatz in Neuendorf musste alle 120 Campinggäste wegschicken und seine Gebäude komplett abbauen. Nach Angaben des Betreibers liegen die Kosten dafür im sechsstelligen Bereich.

Außerdem schließt die Stadt Koblenz alle vier Hochwasserschutztore in Ehrenbreitstein. Damit seien die Zugänge von und zum Leinpfad nicht mehr passierbar.

Wegen des angekündigten Starkregens fällt auch das Spiel vom FC Rot-Weiß Koblenz bei Eintracht Trier am Mittwochabend aus. Das Viertelfinale im Rheinland-Pokal soll am Samstag nachgeholt werden.

Freude und Sorge bei Landwirten wegen des Dauerregens

Die Landwirte in der Region hoffen, dass der Dauerregen keine größeren Schäden anrichtet. In den kommenden Tagen beginnt die Ernte im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Bauern hoffen, dass der Starkregen nicht allzu viele Halme platt legt. Das erschwere die Ernte und könne doch noch zu Verlusten führen.

Die Futterbaubetriebe sind laut Bauern- und Winzerverband froh über den Regen. Sie könnten nach den Dürresommern erstmals wieder versuchen, Reserven anzulegen. Gar keinen Regen können dagegen derzeit die Obstbauern gebrauchen. Die Gefahr sei groß, dass reife Kirschen platzen und sich dann nur noch schwer vermarkten lassen.

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