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Die Spendenbereitschaft für die Opfer der Hochwasserkatastrophe ist groß. Am Nürburgring sind so viele Sachspenden eingegangen, dass die Lager bereits voll sind. Helfer werden aber immer wieder gesucht.

Auf dem Nürburgring (Landkreis Ahrweiler) wurde eine Sammelstelle für Hilfsgüter und Sachspenden eingerichtet. Die Menschen brachten Kleidung, Spielsachen oder Hygieneartikel, für diejenigen, die alles verloren haben. "Wir sind ganz beeindruckt, wie groß die Hilfsbereitschaft hier ist", sagt Mirco Hillmann vom ADAC Mittelrhein.

Mittlerweile stapelten sich Kleidung, Lebensmittel oder Hygieneartikel auf einer Fläche, die so groß sei wie drei Fußballfelder, heißt es am Sonntag. Noch immer brächten viele Menschen in ihren Autos weitere Spenden an den Nürburgring. Der ADAC bittet, momentan darauf zu verzichten. Denn man nehme momentan keine Spenden mehr an, so Hillmann.

Freiwillige Helfer sortieren in den Sammelstellen

Die Hilfsgüter seien am Nürburgring erstmal trocken und sicher gelagert worden, teilte Alexander Gerhard, Pressesprecher des Nürburgrings, mit. "In den nächsten Tagen koordinieren wir, wie und wo die Spenden sinnvoll verteilt werden", so Gerhard.

Freiwillige Helfer, die die zahlreichen Sachspenden sortieren, werden daher immer wieder gesucht. Wie der ADAC Mittelrhein, der am Nürburgring vor Ort ist, mitteilte, können sich Freiwillige telefonisch anmelden. Auch der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Andernach informiert über die Sozialen Medien, wann und wo weitere Helfer gebraucht werden.

Volle Lager: Annahmestopp für Sachspenden

Auch in Andernach seien die Lager voll. Derzeit könnten keine weiteren Spenden angenommen werden, teilte das DRK mit. Lediglich Hygieneartikel, Babynahrung und Gummistiefel werden laut DRK aktuell noch angenommen.

Zu viele Autos behindern Rettungskräfte

Der Kreis Ahrweiler bittet Menschen, die helfen oder spenden wollen, nicht in die Verbandsgemeinde Adenau – etwa zum Nürburgring zu kommen. Es seien zu viele Autos unterwegs. Rettungskräfte würden bei ihrer Arbeit behindert. Auch die Feuerwehr in Adenau appelliert dringend, nicht unaufgefordert in die Einsatzgebiete zu fahren. Ein Sprecher sagte am Morgen, einige Schaulustige aber auch viele hilfsbereite Bürger behinderten die Arbeiten.

Um die Einsätze besser koordinieren zu können, hat die Verbandsgemeinde Adenau im Internet ein Formular veröffentlicht, über das sich Freiwillige anmelden können. Außerdem ist das Helferteam über die Hotline 02691 4599460 täglich von 8:00 bis 0:00 Uhr erreichbar.

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