Helfer und Helferinnen beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Ahrtal (Foto: Daniela Gläßer)

Fast 100 Tage nach der Flut

Erste Helfer-Bilanz zu Wiederaufbau im Ahrtal veröffentlicht

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Fast 100 Tage ist die verheerende Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen jetzt her. Am schwersten wurde das Ahrtal getroffen - hier haben die Helfer heute eine erste Bilanz zum Wiederaufbau gezogen.

Derzeit würden vor allem Handwerker im Ahrtal gebraucht, so der Helfer-Stab. Inzwischen seien die Häuser ausgeräumt und vom Schlamm befreit. Nun ginge es darum, die Häuser wieder aufzubauen. Dafür seien vor allem Elektriker, Heizungsbauer oder Zimmerleute nötig. Außerdem gebe es derzeit nicht genug Elektrogeräte, wie Bautrockner oder Bohrmaschinen. Sascha Neudorf vom Verein "Hoffnungswerk" nahm in diesem Zug auch die Unterbringung der Handwerker in den Blick.

"Es muss sich gerade für den Winter um die Unterbringung von helfenden Handwerkern gekümmert werden."

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Daher werde auch in Zukunft an Lösungen zur Unterbringung von Ehrenamtlern gearbeitet - zum Beispiel im Rahmen von sogenannten Ahrtal-WGs. Damit sollten Menschen motiviert werden, in die Region zu ziehen. Eine solche WG ist nach Neudorfs Angaben bereits in Altenahr eingerichtet worden.

Helfer-Stab gibt Blick in die Zukunft

Neben einer Bilanz der vergangenen drei Monate ging es auch um einen Blick in die Zukunft und mögliche Perspektiven. Dabei ist den Helfern auch wichtig, wie in Zukunft weitergeholfen werden kann.

"Alle 11 Minuten verliebt sich ein Helfer ins Ahrtal" steht auf einer Hausfassade in der von der Flutkastastrophe getroffenen Ahrgemeinde Dernau. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
"Alle 11 Minuten verliebt sich ein Helfer ins Ahrtal" steht auf einer Hausfassade in der von der Flutkastastrophe getroffenen Ahrgemeinde Dernau. Picture Alliance

In Schuld im Ahrtal werden nach Angaben des Ortsbürgermeisters Helmut Lussi keine freiwilligen Aufräum-Helfer mehr benötigt. Demnach sei in Schuld fast alles getan, was Ehrenamtliche tun könnten. Anders sieht das für die großen Hilfsorganisationen aus.

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Die Ehrenamtlichen planen gerade zudem Veranstaltungen, an denen laut Organisatoren auch Prominente teilnehmen.

Auch andere Hilfsorganisationen dabei

Zu dem Treffen in Altenahr hatte der sogenannte Helfer-Stab geladen. Er koordiniert zentral alle Helferinnen und Helfer im Ahrtal und unterstützt auch die unterschiedlichen Hilfsorganisationen.

Neben dem Helfer-Stab, der das Bilanz-Treffen und die Hilfe im Ahrtal organisiert, waren bei der Konferenz heute auch verschiedene Hilfsorganisationen dabei, die seit der Flutkatastrophe im Ahrtal sind.

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