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Vor kurzem ist ein sogenannter Pumptrack für Mountainbiker in Hachenburg eröffnet worden. Ein 12-Jähriger hatte den Stadtrat und die Einwohner vom Bau der Anlage überzeugt.

Am Pumptrack in Hachenburg im Westerwald ist vor allem nachmittags ganz schön was los: Kinder und Jugendliche mit Fahrrädern, Rollern oder Skateboards sind auf dem rund 1.400 Quadratmeter großen Hügelparcours unterwegs. Mittendrin fährt auch Anton Orthey auf seinem Fahrrad. Die spezielle Mountainbike-Strecke konnte auch dank Spenden aus der Region gebaut werden. Auf rund 1.400 Quadratmetern ist ein Parcours mit Hügeln, Sprüngen und Kurven für Mountainbiker entstanden.

Der 12-jährige Anton und der der Bürgermeister von Hachenburg, Stefan Leukel am Pumptrack in Hachenburg (Foto: SWR)
Der 12-jährige Anton und der der Bürgermeister von Hachenburg, Stefan Leukel

Initiiert wurde das Projekt vor rund einem Jahr von Anton Orthey aus Hachenburg. Der damals Elfjährige hatte den Bau des Pumptracks im Stadtrat vorgeschlagen: "Ich habe im Internet gesehen, dass es sowas gibt. In einem Bikepark habe ich sowas dann in echt gesehen, bin drauf gefahren und fand das richtig cool. Ich habe dann versucht das hier umzusetzen - und das ging dann auch."

Denn der Stadtrat stimmte der Idee schließlich zu. Allerdings waren den Politikern die dafür veranschlagten rund 170.000 Euro zu teuer. Maximal 130.000 Euro wollte die Stadt bereitstellen. Der Rest sollte durch eine Spendenaktion gesammelt werden. Innerhalb kurzer Zeit war sogar mehr Geld als nötig zusammengekommen.

Ein Junge fährt mit seinem BMX-Rad über den Pumptrack in Hachenburg. (Foto: SWR)
Auch auf dem Pumptrack muss wegen Corona 1,50 Meter Abstand gehalten werden.

Anton wird Junior des Jahres

Für Bürgermeister Stefan Leukel (CDU) ist das Projekt ein schönes Beispiel dafür, dass sich Engagement auszahlen kann: "Wir haben Anton wegen seines Engagements für den Pumptrack im vergangenen Jahr zum Junior des Jahres ausgezeichnet. Da gab es ja verschiedene Stationen: Er hat das Projekt in Workshops vorgestellt, Unterschriften gesammelt und maßgeblich bei der Spendenaktion mitgewirkt. Es ist toll zu sehen, dass man sich in jungen Jahren einbringen kann. Und noch schöner ist es zu sehen, wenn die Projekte dann auch realisiert werden."

Deshalb konnte der Pumptrack zügig gebaut werden. Gerade einmal drei Wochen haben die Bauarbeiten gedauert. Dafür wurden verschiedene Erdhügel aufgeschüttet und asphaltiert.

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