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Wie geht es weiter mit den finanziell klammen Loreley-Kliniken in Sankt Goar und Oberwesel? Antworten sollte ein neues Gutachten geben. Das hat die schlechten Zahlen bestätigt.

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Sendedatum
Sendezeit
16:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Die Lage der beiden finanziell angeschlagenen Loreley-Kliniken in Sankt Goar und Oberwesel hat sich durch das neue Gutachten nicht verbessert. Nach Angaben eines Sprechers der Betreibergesellschaft Marienhaus GmbH hat es im Prinzip die Zahlen bestätigt, die schon ein vorheriges Gutachten ergeben hatte.

Marienhaus stellt Betrieb Ende nächsten Jahres ein

Demnach wird für die beiden Häuser im nächsten Jahr ein Verlust von rund eineinhalb bis zwei Millionen Euro erwartet. Ein Weiterbetrieb auf längere Sicht komme daher für die Betreiber nicht in Frage. Deshalb bestätigte die Marienhaus GmbH nach der offiziellen Vorstellung des zweiten Gutachtens, dass sie sich Ende nächsten Jahres aus dem Betrieb der Loreley-Kliniken zurückziehen werde.

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Bürgermeister geben sich kämpferisch

Die Städte St. Goar und Oberwesel sowie die Verbandsgemeinde sind ebenfalls Gesellschafter der Loreley-Kliniken. Sie hatten das neue Gutachten gemeinsam mit der Marienhaus GmbH in Auftrag gegeben. Die Bürgermeister der beiden Städte und der Verbandsgemeinde gaben sich nach Bekanntwerden der Ergebnisse kämpferisch. Das Gutachten habe durchaus aufgezeigt, dass es Alternativen gebe. Sie wüssten nun, woran sie seien und könnten konzentriert nach einem neuen Betreiber für die beiden Krankenhäuser suchen.

Ab Januar Gespräche mit potentiellen Bewerbern

Denn in dem zweiten Gutachten gibt es nach Angaben der Bürgermeister einige Szenarien, bei denen der Weiterbetrieb mit viel Aufwand möglich wäre. Wie die genau aussehen könnten, gaben die Verantwortlichen allerdings nicht bekannt. Einige Bewerber für die Übernahme der Kliniken gibt es nach Angaben von Verbandsbürgermeister Thomas Bungert (CDU) aber bereits. Ab Januar sollen mit ihnen Gespräche geführt werden.

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