Zwei Personen mit Schussverletzungen sind am Freitag bei Breitscheid (Kreis Neuwied) entdeckt worden. Zuvor sei die Polizei über eine Schussabgabe informiert worden, teilte das Präsidium in Koblenz mit.  (Foto: SWR)

Möglicher Zusammenhang mit Tat in Dormagen

Schüsse in Breitscheid: Opfer und Schütze kannten sich

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Nach den Schüssen auf zwei Frauen in Breitscheid (Kreis Neuwied) hat eines der Opfer einen 55-jährigen Mann als mutmaßlichen Täter identifiziert. Laut Staatsanwaltschaft Koblenz kannten sich beide.

Bei den Opfern handelt es sich um eine Mutter und ihre erwachsene Tochter. Sie wohnten erst seit ein paar Jahren in Breitscheid, kamen aus Nordrhein-Westfalen. Die Polizei untersucht derzeit einen Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf einen 36-jährigen Mann in Dormagen.

Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz berichtet, hat die 74-jährige Verletzte im Gespräch mit der Polizei einen 55-jährigen Mann als Täter identifiziert. Dieser wird auch verdächtigt, für die Schüsse in Dormagen verantwortlich zu sein. Die Tatorte sind etwa eine Stunde Fahrt voneinander entfernt. 

Mutmaßlicher Schütze tot aufgefunden

Der 55-Jährige wurde nach Angaben der Polizei Düsseldorf einige Stunden nach den Schüssen in Breitscheid mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf am Straßenrand in Dormagen entdeckt. Es könnte sich dabei laut Polizei um einen Suizid des mutmaßlichen Täters handeln. Der Mann sei polizeibekannt.

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Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz weiter mitteilt, kannten sich die verletzen Frauen und der mutmaßliche Schütze. Der Mann habe in Dormagen gelebt und sich zeitweise auch in Breitscheid aufgehalten. Nähere Hintergründe zur Tat liegen demnach bislang nicht vor.

Die Ermittlungen laufen weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft stehen dafür nach eigenen Angaben in enger Verbindung mit den zuständigen Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen. Bislang könne noch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Personen an den Taten beteiligt waren.

Frauen weiter in medizinischer Behandlung

Die beiden schwer verletzten Frauen befinden sich nach Angaben der Koblenzer Staatsanwaltschaft immer noch in stationärer Behandlung - ihr Zustand sei momentan stabil. Mehrere Medien hatten nach der Tat berichtet, dass die Tochter ihren Verletzungen erlegen sei.

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Die beiden hatten offenbar viele Tiere; nach der Tat wurden von ihrem Anwesen in Breitscheid mehrere Hunde, Hühner, Gänse und ein Pony abgeholt. Auch Blumen wurden abgelegt.

Großeinsatz der Polizei am Freitag

Zeugen in Breitscheid hatten am Freitag die Polizei alarmiert, nachdem gegen 14 Uhr Schüsse gefallen waren. Die Polizei bat zunächst, den Bereich um die Grube Ferdinand zu meiden und keine Anhalter mitzunehmen.

Dutzende Beamte fahndeten nach dem Schützen, auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Anwohner in Breitscheid berichteten, dass sie gebeten wurden, ihre Häuser nicht zu verlassen.

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Großeinsatz der Polizei Schüsse auf zwei Frauen in Breitscheid

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