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Nach dem verheerenden Brand auf dem ehemaligen Rasselstein-Firmengelände in Neuwied schätzt die Polizei den Schaden auf rund 15 Millionen Euro. Das Feuer war am Freitagabend ausgebrochen, die Ermittlungen dauern an.

Diese Summe habe die Versicherung des betroffenen Aluminiumherstellers ASAS der Behörde genannt, erklärte die Polizei am Dienstag der dpa. In dieser Summe seien nicht nur Kosten für das einsturzgefährdete Gebäude enthalten, sondern auch für den Rückbau und die damit verbundene Trümmerbeseitigung.

Das Feuer war Freitagabend laut ASAS bei einer zu verschrottenden und gereinigten Veredelungsanlage des Vorbesitzers ThyssenKrupp Rasselstein entstanden. Das türkische Unternehmen baut seinen neuen Standort Neuwied noch auf.

Löschroboter hatte ersten Einsatz

Die Nachlöscharbeiten hatten bis Samstagvormittag angedauert. Danach hatte die Feuerwehr nach eigenen Angaben noch bis um 22:00 Uhr Brandwache gehalten. In der Nacht auf Samstag waren einige Teile der alten Werkshalle, in der es gebrannt hatte, eingestürzt. Andere Teile sind nach Angaben der Einsatzkräfte einsturzgefährdet. An den Löscharbeiten waren 350 Einsatzkräfte beteiligt, auch ein ferngesteuerter Löschroboter der Feuerwehr Bonn hatte seinen ersten Einsatz.

Brandursache nach wie vor unklar

Die Ursache für das Feuer ist immer noch unklar. Jedoch sei am Dienstag eine Drohne zum Einsatz gekommen, die Fotos aus dem Inneren der Brandruine geliefert habe. "Weil das Gebäude einsturzgefährdet ist, dürfte es aber noch einige Zeit dauern bis die Brandursache ermittelt ist", sagte eine Polizeisprecherin. Das Gebäude wurde nach Auskunft von ASAS komplett zerstört. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Hallen konnten die Feuerwehrleute verhindern.

Der Brand sei ein Rückschlag für die weitere Entwicklung des Areals, sagte Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig (CDU) am Samstag dem SWR. Denn eigentlich hätten die Hallen weiter genutzt werden sollen. Dies sei nun nicht mehr möglich (Video). Das Ausmaß des Schadens sei größer als erwartet.

Rauchsäule über Neuwied (Foto: Oliver Wies)
Rauchsäule über Neuwied Oliver Wies

Rasselstein-Gelände ging vor drei Jahren an Investor aus Türkei

Das Industriegelände war vor drei Jahren an die Firma Asas verkauft worden. Der Investor plant nach eigenen Angaben, auf einem Teil des ehemaligen Rasselstein-Geländes ein Wohnviertel mit mehreren hundert Wohnungen zu bauen. Dieses Projekt sei durch den Brand nicht beeinträchtigt, sagte ein Sprecher dem SWR.

Mitte Februar hatte bereits eine stinkende Rauchwolke über dem Gelände für Aufregung gesorgt. Nach Angaben der Stadt Neuwied war sie beim Abbruch alter Anlagen entstanden. Die Arbeiten wurden daraufhin zunächst eingestellt.

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