Die Initiatoren des neuen Spenden-Shuttles für die Flutopfer im Ahrtal. (Foto: SWR)

Förderverein will weiter zielgerichtet helfen

Helfer stellen "Spenden-Shuttle" fürs Ahrtal vor

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Seit der Flutkatastrophe im Ahrtal sind die Ehrenamtlichen vom Helfer-Shuttle unermüdlich im Einsatz. Das soll auch so bleiben. Dafür haben sie am Dienstag eine neue Idee präsentiert.

Die Betreiber des Helfer-Shuttles machen den nächsten Schritt: Zusätzlich wird es daneben auch noch einen richtigen Förderverein geben, der Spenden sammeln und zielgerichtet dorthin leiten will, wo sie am besten helfen. Der neue Verein "Spenden-Shuttle" will dafür gezielt nach Projekten und Stellen suchen, die es schon im Ahrtal gibt und die sich um die vom Hochwasser Betroffenen kümmern. Damit wolle man der ehrenamtlichen Arbeit eine langfristige Perspektive geben, sagen die sechs Gründungsmitglieder.

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Freiwillige Helfer im Ahrtal sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen

Gerade kleinere Projekte brauchen weiter Geld, sagt Thomas Pütz, der Initiator des Helfer-Shuttles. Diese kleineren Projekte beklagten sich häufig, dass sie nur schwer an Gelder kämen oder diese nur sehr langsam flößen. Genau da wolle das Spenden-Shuttle ansetzen und die Weitergabe von Spenden beschleunigen.

Bislang hat der Helfer-Shuttle mit Bussen freiwillige Helfer von der Grafschaft an die Ahr gebracht. Nach eigenen Angaben konnten seit Beginn der Flutkatastrophe zehntausende Ehrenamtliche vermittelt und fast 400.000 Euro an Spendengeldern direkt zu den Menschen vor Ort gebracht werden.

Förderverein hofft auf weitere Projekte und Spenden für das Ahrtal

Die Spenden, die das Spenden-Shuttle verteilen soll, kommen teilweise von den Organisatoren selbst. Einige haben schon eigene Spendenprojekte im Ahrtal laufen, etwa ein Trinkwasserprojekt oder - ganz aktuell - ein Projekt, das Heizungen in die zerstörten Häuser bringen sol, damit deren Bewohner es über den Winter schaffen. Zudem haben verschiedene Firmen Spendenaufrufe gestartet. Aus solchen Projekt kommt zum einen Geld zusammen. Zum anderen hat sich durch das Helfer-Shuttle aber schon eine große Gemeinschaft im Tal gebildet, sagen die Initiatoren. Mit Hilfe dieser Gemeinschaft sollen weitere Projekte gestartet werden.

So hat etwa ein britischer Musiker in den vergangenen Monaten sehr oft selbst im Ahrtal mit angepackt und jetzt einen Song darüber geschrieben, den er am Dienstag erstmals aufgeführt hat. Die Erlöse aus diesem Song will er spenden. Die Macher des Spenden-Shuttles hoffen auf weitere Ideen und starten einen Aufruf: Wer selbst ein Projekt hat oder starten will, kann und soll sich über die Homepage beim neuen Spenden-Shuttle melden. Auch dafür bietet man Unterstützung an.

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