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Erstmals wird eine Frau Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz. Die Theologin Beate Gilles aus dem Bistum Limburg wurde auf der am Dienstag begonnenen Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe als Nachfolgerin von Pater Hans Langendörfer gewählt, der nach 24 Jahren in den Ruhestand getreten war.

Die 50-Jährige war zuvor Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, äußerte sich erfreut über das positive Votum der Vollversammlung. "Mit Frau Dr. Gilles wird zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Bischofskonferenz eine Frau Generalsekretärin", sagte er.

"Ich sehe das als starkes Zeichen, dass die Bischöfe ihrer Zusage nachkommen, Frauen in Führungspositionen zu fördern." Gilles sagte, sie freue sich auf die neue Aufgabe. "Es ist gerade eine herausfordernde, aber auch spannende Phase für die katholische Kirche in Deutschland". Mit dem Reformprozess Synodaler Weg habe etwas Neues begonnen.

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"Ich habe einen langen Atem, ich bin Ausdauersportlerin. Das heißt, ich weiß, dass ein Marathon sich nicht auf seinen 40 Kilometern entscheidet, sondern auf den 1.000 Kilometern im Training - das ist meine Distanz!"

Gilles geprägt durch katholische Jugend- und Familienarbeit

Beate Gilles wurde nach Angaben der Bischofskonferenz 1970 im nordrhein-westfälischen Hückeswagen geboren. Von 1989 bis 1995 studierte sie an der Universität Bonn katholische Religionslehre und Deutsch. 2000 promovierte sie mit einer liturgiewissenschaftlichen Arbeit. Seit 2010 ist sie Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg.

Zum Dezernat gehören die Abteilungen Jugendliche, junge Erwachsene, Jugendverbände, Familie und Generationen, Kindertageseinrichtungen sowie der Eigenbetrieb Tagungshäuser im Bistum Limburg. Gilles ist seit 2020 außerdem ehrenamtliche Bundesvorsitzende von "In Via Deutschland" , dem katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit.

Ihre Wahl fällt in eine Zeit, in der es lautstarke Forderungen nach mehr Frauen auch in Führungspositionen der katholischen Kirche gibt. Gruppen wie Maria 2.0 verlangen etwa, auch Weiheämter wie Priestertum und Diakonat für Frauen zu öffnen.

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