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Makaber: Der Kreis Neuwied hat offenbar auch Genesenen-Bescheinigungen an Menschen verschickt, die bereits verstorben sind. Zwölf Corona-Tote sind dabei bekannt geworden, die jetzt nachgemeldet wurden.

Viele Kreise haben in den vergangenen Wochen sogenannte Genesenen-Bescheinigungen an Menschen verschickt, die eine Corona-Infektion überstanden haben. Wie eine SWR-Umfrage ergeben hat, sind die meisten Fälle im Norden des Landes bereits abgearbeitet. Lediglich beim Kreis Neuwied und dem Kreis Ahrweiler stehen noch einige Bescheinigungen aus. Diese sollen in der nächsten Woche folgen.

Angehörige erhielten Genesenenbescheinigungen für Verstorbene

Im Kreis Neuwied wurden nach Angaben der Kreisverwaltung mehr als 6.400 solcher Genesenen-Bescheinigungen verschickt. Dabei kam es jedoch auch zu einigen Rückläufern. Demnach wurden auch Bescheinigungen an Menschen verschickt, die bereits verstorben waren.

Dies betreffe ausschließlich ältere Menschen. Der Großteil der Schreiben war in Seniorenheimen eingegangen. Mitunter erhielten aber auch Angehörige die Genesenen-Bescheinigung für ihren Verstorbenen.

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Zwölf zusätzliche Corona-Tote gemeldet

In seinem Corona-Update hat der Kreis Neuwied am Freitag nun zwölf neue Corona-Tote gemeldet. Diese seien alle zurückzuführen auf die versendeten Genesenen-Bescheinigungen. Wie der Kreis erklärt, sei eigentlich der behandelnde Arzt dafür verantwortlich, eine Meldung an das Robert-Koch-Institut abzusetzen, wenn jemand an oder mit Covid gestorben ist. Dabei gelte das Wohnortprinzip. Nun habe der Kreis aber feststellen müssen, dass diese Meldungen mitunter versäumt wurden.

Corona-Todes-Meldungen wurden vergessen

Diese vergessenen Meldungen seien zunächst nicht aufgefallen. Jetzt wurden jedoch Genesenen-Bescheinigungen automatisiert an Menschen verschickt, die einen positiven PCR-Test hatten. Gemeldete Todesfälle seien ausgespart worden. Aber bei einer Reihe von Menschen lagen keine Todesfallmeldungen vor.

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Der Kreis räumt ein, dass es vorkommen kann, dass ein Mensch eine Coronainfektion hatte, diese auskuriert hat und heute aber aus völlig anderen Gründen nicht mehr lebt.

Bei den zwölf nachgemeldeten Fällen hätten zwischen festgestellter Corona-Infektion und dem Ableben des Menschen aber jedoch maximal 14 Tage gelegen, sodass damit "ein Zusammenhang mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden muss". Der Kreis Neuwied schließt derzeit nicht aus, dass es in den kommenden Tagen zu weiteren Nachmeldungen kommen kann.

Keine ähnlichen Fälle aus anderen Kreisen bekannt

Aus anderen Kreisen sind ähnlich gelagerte Fälle bislang nicht bekannt. Der Rhein-Lahn-Kreis versendet die Bescheinigungen beispielsweise nur auf Anfrage. Im Westerwaldkreis gibt es mehr als 7.000 Menschen, die genesen sind. Sie alle hätten in den vergangenen Wochen die begehrten Bescheinigungen erhalten. Dass dabei auch Tote angeschrieben wurden, konnte eine Sprecherin nicht bestätigen.

Im Rhein-Hunsrück-Kreis hieß es auf Anfrage des SWR, dort sei kein Fall bekannt, indem eine Genesenen-Bescheinigung an eine tote Person verschickt wurde. Allerdings könne man das auch nicht ausschließen.

Das Kreisgesundheitsamt sei zwar über aktuelle Corona-Fälle informiert und auch über Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Doch sobald ein Patient längere Zeit genesen sei, werde das Gesundheitsamt nicht mehr über ein späteres Ableben informiert.

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