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Trotz der Verbote haben Menschen an den Ostertagen die Absperrungen an der Geierlay-Hängeseilbrücke im Hunsrück überwunden. Die Behörden mussten daher nachrüsten.

Nach Angaben des Rhein-Hunsrück-Kreises sind bei Mörsdorf beispielsweise Menschen durch den Stacheldraht geklettert, um doch noch auf die Brücke zu kommen.  

Auf der anderen Brückenseite in Sosberg mussten die Absperrungen ebenfalls verstärkt werden. Hier wurden Menschen per Webcam dabei beobachtet, wie sie über die Holzbarrikade kletterten. Dies sei lebensgefährlich, sagte der dortige Bürgermeister Andreas Lehnert dem SWR.

Sperrungen insgesamt erfolgreich 

Insgesamt hätten die Maßnahmen über die Ostertage aber gewirkt. So seien deutlich weniger Menschen zur Geierlay gefahren als zuvor, als die Brücke noch geöffnet war. Größere Menschenansammlungen seien nicht aufgefallen, sagte Lehnert.

An der Hängeselbrücke Geierlay mussten Holzbarrikaden aufgebaut werden. (Foto: Webcam Geierlay)
An der Hängeselbrücke Geierlay mussten Holzbarrikaden aufgebaut werden, um zu verhindern, dass Besucher die Brücke betreten. Webcam Geierlay

Nach Angaben des Rhein-Hunsrück-Kreises hatte sich außerdem die Polizei an der Brücke postiert, um das Verbot durchzusetzen. Bußgelder wurden den Angaben zufolge aber nicht erteilt.  

Brücke ist kein Wanderweg sondern Freizeiteinrichtung 

Die Sperrung der Brücke war notwendig geworden, nachdem sich an den vergangenen Wochenenden teils hunderte Meter lange Schlangen an der Brücke gebildet hatten. Die Menschen hatten die Abstands- und Hygieneregeln missachtet.  

Die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hatte daraufhin die Brücke neu eingestuft: Statt als Wanderweg gilt sie seit Mitte letzter Woche als Freizeiteinrichtung. Damit muss sie laut Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes ebenfalls schließen.  

Wann die Brücke wieder öffnen kann, ist bislang noch unklar. Die aktuelle Verordnung gilt bis zum 18. April.

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