Überquerung kostet fünf Euro

Hängeseilbrücke Geierlay wieder geöffnet - das sind die Regeln

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Die Hängeseilbrücke Geierlay ist wieder auf und gleich in den ersten Stunden haben sich rund 200 Wanderer in den Wackelspaß gestürzt. Wer den Nervenkitzel will, muss diese Regeln beachten:

Früher ist jeder einfach drüber gelaufen - jetzt macht die Corona-Pandemie ein Hygienekonzept erforderlich, denn auf der Brücke kann es ganz schön eng werden. Doch die Gäste sind mit den Regeln und auch der Hygieneabgabe einverstanden.

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Was erwartet die Gäste an der Geierlay? 

Von den Parkplätzen aus sollten Gäste der Beschilderung folgen. Neu ist: An der Brücke gibt es jetzt Personal und ein Kassenhäuschen. Davor muss man mit Abstand anstehen und warten, sollte es zu voll sein. Es gibt jetzt auch regelrechte Öffnungszeiten: Von 10 bis 18 Uhr kann man über die Wackelbrücke laufen. An der Kasse müssen alle, die älter als 14 Jahre alt sind, 5 Euro Gebühr bezahlen. Die Einnahmen nutzt die Gemeinde Mörsdorf für das Personal und, um weitere Kosten durch die Auflagen zu decken. Ortsbürgermeister Marcus Kirchhoff erklärt: "Die 5 Euro sind berechtigt. Immerhin muss da auch an regnerischen Tagen Personal sitzen, das gleicht sich dann aus." Die Brücke wird rundherum abgesperrt.

Die Hängeseilbrücke Geierlay ist nur noch in einer Richtung zu laufen, am Start ist ein Kassenhäuschen, über den der Zustrom gelenkt wird. (Foto: SWR, Jessica Pfeiffer)
Am Kassenhäuschen wird der Zustrom gelenkt, damit nicht zu viele Personen gleichzeitig auf der Brücke unterwegs sind. Jessica Pfeiffer

Was passiert auf der Hängeseilbrücke Geierlay? 

Die Brücke kann nur in einer Richtung überquert werden. Der Eingang liegt auf der Mörsdorfer Seite, der Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite des Tals bei Sosberg. Dort müssen die Besucher durch ein Drehkreuz. Wer erstmal auf der Brücke ist, muss also auch drüber laufen. Danach steht eine Wanderung durch das Tal bevor. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Es empfiehlt sich die sogenannte Geierlayschleife, eine Wanderung von 6,4 km. 

Gibt es bei der Anfahrt zur Geierlay etwas zu beachten? 

Den gesamten Sommer über ist die Straße zwischen Mörsdorf und Buch gesperrt. Die Empfehlung der Gemeinde lautet deshalb: Wer aus Süden kommt, sollte besser über Korweiler fahren. Aus Norden über Treis-Karden an der Mosel. Theoretisch kann man auch in Sosberg parken und zuerst die Wanderung durch das Tal machen. Allerdings sind hier die Parkmöglichkeiten begrenzt.

Warum ist die Brücke nicht einfach offen, so wie früher? 

Das hat mit der Corona-Pandemie zu tun. Weil es im Frühjahr zu voll auf der Brücke geworden ist, mussten die Betreiber aus Mörsdorf die Brücke schließen. Die Brücke wurde schließlich als Freizeitpark-ähnlich eingestuft und hat deswegen auch die Auflagen für Freizeitparks zu erfüllen.

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Die Gemeinde Mörsdorf hatte gegen die Einstufung geklagt und verloren. Das Bezahlen und die Corona-Regelungen seien überhaupt nicht im Sinne der Mörsdorfer, meint Ortsbürgermeister Kirchhoff. "Wir würden viel lieber die Brücke für jedermann zu jederzeit offen haben, aber wir können das halt nicht anders machen." Die 5 Euro sind testweise angesetzt. Sollte sich nach zwei Wochen herausstellen, dass auch eine niedrigere Abgabe ausreicht, um die Kosten decken, könnte der Preis laut Kirchhoff auch noch gesenkt werden.

Was passiert an der Geierlay, wenn die Corona-Zahlen wieder steigen? 

Das ist noch nicht klar. "Wir rechnen damit, dass wir in Zukunft auch eine Personenerfassung machen müssen, sobald die Inzidenzen steigen", meint Ortsbürgermeister Kirchhoff. Die Gemeinde will die Brücke so lange wie möglich geöffnet lassen. Möglich ist theoretisch auch eine Maskenpflicht. Das passiert aber nur, wenn die Landesregierung die Corona-Verordnung in diese Richtung ändert. 

Mörsdorf

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