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Am Wochenende sind hunderte Besucher über die Hängeseilbrücke Geierlay im Hunsrück gelaufen - obwohl sie dafür erstmals fünf Euro zahlen mussten. Probleme gab es offenbar keine.

Die neue Gebühr sei problemlos akzeptiert worden, sagte der Mörsdorfer Ortsbürgermeister Marcus Kirchhoff. Allein am Samstag seien etwa 900 Besucher über die Hängeseilbrücke von Mörsdorf nach Sosberg gelaufen, darunter viele Kinder. Am Sonntag seien noch deutlich mehr Besucher gekommen, die genaue Zahl kenne er aber noch nicht, sagte Kirchhoff.

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5 Euro Gebühr für Geierlay eingeführt

Die Geierlay war an diesem Wochenende erstmals kostenpflichtig. Die Gebühr beträgt fünf Euro. Die sogenannte Hygieneabgabe wurden nach Angaben der Gemeinde notwendig, weil Ordner eingestellt werden mussten, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Corona-Mindestabstände zu kontrollieren.

Die Geierlay-Brücke wurde Ende März gesperrt, weil der Andrang sehr groß war und sich zu viele Besucher nicht an die Abstandsregeln gehalten hatten.

Einbahnstraße und Öffnungszeiten

Kinder bis 14 Jahre können die knapp 100 Metzer hohe Hängeseilbrücke auch weiterhin kostenlos betreten. Der Übergang ist täglich von 10 bis 18 Uhr nur noch in einer Richtung - von Mörsdorf nach Sosberg - möglich. Den Rückweg müssen die Gäste durch das Tal nehmen.

Am ersten Wochenende habe sich gezeigt, dass die Brücke trotz der Gebühr ein Touristenmagnet bleibe, sagte Kirchhoff: "Ich habe den Eindruck, dass die Menschen sich gefreut haben, dass die Geierlay wieder auf ist und auch froh über das Personal gewesen sind, dass das Hygienekonzept für die Hängeseilbrücke überwacht."

Wer ab sofort über die Geierlay-Brücke wandern möchste, muss fünf Euro bezahlen.  (Foto: SWR)
Wer ab sofort über die Geierlay-Hängeseilbrücke im Hunsrück von Mörsdorf nach Sosberg wandern möchte, muss fünf Euro bezahlen.

Streit um Brücke landete vor Gericht

Die 360 Meter lange Geierlay gilt auch in der abgeflauten Pandemie offiziell als freizeitparkähnliche Einrichtung mit entsprechenden Corona-Regeln. Die Gemeinde Mörsdorf hatte gegen die Einstufung geklagt, aber vor dem Verwaltungsgericht verloren.

Die kleine Gemeinde Mörsdorf sah sich zunächst außerstande, etwa alle Mindestabstände zu kontrollieren. Daher sperrte die Polizei die Brücke vor Monaten mit Natodraht ab. Nun einigten sich die zuständigen Behörden auf das neue Besucherkonzept.

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