STAND

Vor dem Amtsgericht Cochem müssen sich ab heute fünf Friedensaktivisten verantworten. Sie sollen Ende April 2019 auf das Gelände des Fliegerhorstes in Büchel eingedrungen sein.

Video herunterladen (3,6 MB | MP4)

Den Angeklagten, die zwischen 60 und 77 Jahre alt sind, wird Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Friedensaktivisten gaben an, sie hätten im Rahmen des sogenannten "zivilen Ungehorsams" auf dem Gelände des Militärflugplatzes etwa drei Stunden lang ein "atomwaffenfreies Frühstück" abgehalten und Friedenslieder gesungen.

Außerdem hoben sie einen Zaun mit einem Wagenheber an und verursachten einen Sachschaden in Höhe von 3.000 Euro. An dem Zaun brachten sie außerdem ein Protestschild an. Das Urteil soll voraussichtlich noch diesen Monat fallen.

Insgesamt waren 17 Menschen an der Aktion beteiligt. Gegen die übrigen soll Ende Juni verhandelt werden. Vor dem Gerichtsgebäude hielten die Angeklagten und einige Unterstützer ein Plakat mit der Aufschrift "Atomwaffen auf die Anklagebank" in die Luft.

Jahrzehntelanger Protest am Fliegerhorst

Seit Jahrzehnten demonstrieren Friedensaktivisten regelmäßig vor dem Fliegerhorst in der Eifel. Sie fordern den Abzug der dort vermuteten amerikanischen Atomwaffen. Ein Verbot von Atomwaffen müsse zudem im Grundgesetz verankert werden, so ihre Forderung.

Leben Senioren gegen Atomwaffen – Fünf widerständige Alte und ihr Protest

Im Fliegerhorst Büchel lagern etwa 20 US-Atomsprengköpfe. Nun stehen fünf Senioren wegen „Hausfriedensbruch“ vor Gericht. Sie waren aus Protest auf die Startbahn eingedrungen.  mehr...

SWR2 Leben SWR2

STAND
AUTOR/IN