Die neue Blitzerbrücke auf der A3 am Elzer Berg: Sie ist nach zwei Jahren Bauzeit jetzt in Betrieb.  (Foto: picture alliance/dpa/Polizeipräsidium Westhessen - Wiesbaden | -)

Nach rund zwei Jahren Bauzeit

Bekannte Radarfalle: Auf der A3 am Elzer Berg blitzt es wieder

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Auf der A3 im Westerwald müssen Autofahrer wieder aufpassen: Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist "Deutschlands bekannteste Radarfalle" am Elzer Berg wieder in Betrieb.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Westhessen überwacht die neue Technikbrücke an der A3 wieder rund um die Uhr den Verkehr am Elzer Berg. Sie wurde am Donnerstag in Betrieb genommen. Am Elzer Berg werden jetzt wieder alle Fahrzeuge geblitzt, die die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometer für Pkw und 80 Stundenkilomenter für Lkw in Fahrtrichtung Frankfurt überschreiten.

Polizei blitzte an der A3 mit mobilen Geräten

Die alte Messbrücke an der A3 im Westerwald bei Elz war im September 2019 abgebaut worden, weil sie veraltet war und es Zweifel an ihrer Standfestigkeit gab. Danach hatte die Autobahnpolizei den Verkehr an dem Unfallschwerpunkt mit mobilen Geräten kontrolliert, um zu verhindern, dass die Unfallzahlen steigen. Die personal- und zeitintensiven Einzelmessungen fallen für die zuständige Autobahnpolizei nun weg. Die Kosten für den Bau und die Einrichtung der neuen Technikbrücke belaufen sich den Angaben zufolge auf insgesamt 1,1 Millionen Euro.

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Für die Messbeamtinnen und -beamten der Polizeiautobahnstation Wiesbaden bedeute die neue Messbrücke eine erhebliche Arbeitserleichterung: Die erfassten Verstöße müssen nicht mehr regelmäßig an der Brücke ausgelesen werden, sondern werden automatisiert direkt zur Sachbearbeitung bei der Autobahnpolizei übermittelt. Dies spart viel Fahrtzeit zur etwa 50 Kilometer entfernten Messstelle. Zudem ist das moderne Bauwerk erheblich wartungsärmer als die alten Brücken.

Polizei wertet Radaranlage am Elzer Berg als Erfolg

Der Elzer Berg an der A3 ist bereit seit den 1970er Jahren als Unfallschwerpunkt bekannt. Damals setzten sich zwei Pfarrer, die im Krankenhaus in Limburg arbeiteten, für den Bau der Radaranlage ein. Sie wollten nicht länger mitansehen, wie auf dieser Strecke immer wieder Menschen ums Leben kamen. Nach Angaben der Polizei gab es alleine zwischen 1963 und 1972 am Elzer Berg 2517 Unfälle, von denen es bei 60 Todesopfer gab. Zwischen 2011 und 2020 waren es laut Polizei nur noch 600 Unfälle, davon zwei mit tödlichem Ausgang.

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