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Die Loreley-Kliniken standen bis vor Kurzem noch vor dem Aus. Wie der SWR aus gut informierten Kreisen erfuhr, gebe es fortgeschrittene Gespräche mit dem Roten Kreuz. Das DRK äußert sich deutlich zurückhaltender.

Laut Bernd Decker, Geschäftsführer der DRK-Trägergesellschaft Südwest gebe es bislang nur rein informelle Gespräche. Diese seien bislang aber nicht konkret und noch völlig ergebnisoffen. Er widersprach damit den SWR-Informationen, nach denen die Gespräche bereits kurz vor dem Abschluss standen.

"Großer Spieler" angekündigt

Verbandsbürgermeister Thomas Bungert (CDU) und die beiden Ortsbürgermeister von St. Goar und Oberwesel hatten nach vielen Gesprächen mit möglichen Betreibern zuletzt einen "großen Spieler" am Krankenhausmarkt versprochen. Diese Beschreibung würde auf das DRK zutreffen. Das Rote Kreuz betreibt eine ganze Reihe von Krankenhäusern in Deutschland.

Der bisherige Betreiber, die Marienhaus GmbH, kündigte bereits an, sich nicht quer zu stellen und die 55 Prozent seiner Anteile für einen symbolischen Preis abzugeben. Der Wechsel könnte schon deutlich vor dem Jahresende vollzogen sein.

Marienhaus GmbH zieht sich Ende 2020 zurück

Die Marienhaus GmbH hatte angekündigt, sich Ende 2020 aus beiden Häusern zurückzuziehen. Zwei Gutachten hatten die Verantwortlichen in ihrer Entscheidung bestätigt. Diese hatten ergeben, dass für die beiden Kliniken im nächsten Jahr ein Verlust von rund eineinhalb bis zwei Millionen Euro erwartet wird. Ein Weiterbetrieb auf längere Sicht kam daher nach eigenen Angaben nicht in Frage.

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