Mann sitzt auf Motorrad. Nur der Ausschnitt mit dem Auspuffrohr ist zusehen.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Hohe Geldbußen - Führerscheine und Bikes weg

Amtsgericht Diez verurteilt Motorradraser nach illegalem Rennen

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Pia Nicoley

Neun Motorradfahrer sollen sich auf der B274 im Rhein-Lahn-Kreis ein illegales Rennen geliefert und sich teilweise dabei gefilmt haben. Zwei von ihnen hat das Amtsgericht Diez verurteilt.

Die beiden Angeklagten wurden nach Gerichtsangaben in zwei getrennten Verfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verurteilt. Der eine muss eine Geldstrafe von insgesamt 4.500 Euro zahlen, der andere eine von 9.000 Euro. Beide bekommen ihre eingezogenen Motorräder samt Zubehör wie etwa Stiefel, Lederkombis oder Helme nicht zurück. Und sie verlieren eine Zeit lang ihre Führerscheine - der eine für sechs Monate, der andere für neun Monate. Diese Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig. 

Damit bestätigte das Amtsgericht Diez im Wesentlichen das Strafmaß, das es zuvor in zwei Strafbefehlen erlassen hatte. Weil die beiden Angeklagten diese Strafbefehle aber nicht akzeptierten, kam es zur Verhandlung. Dabei ging es aber nur noch um die Höhe der Strafen.

Illegales Motorradrennen mit Kamera gefilmt

Die beiden Angeklagten hatten vor den Prozessen schon zugegeben, sich im Mai 2021 zusammen mit sieben weiteren Motorradfahrern auf der Bundesstraße zwischen Allendorf und Zollhaus im Rhein-Lahn-Kreis ein illegales Rennen geliefert zu haben. Dabei rasten sie mehrfach mit mehr als 200 Stundenkilometern über die Bundesstraße - auf Abschnitten, auf denen Tempolimits von 50 oder 70 Stundenkilometern gelten. Die Fahrten wurden laut Gericht zum Teil mit Helmkameras gefilmt. Zudem sei die Zeit gestoppt worden: "Es wurden mehrmals waghalsige Überhol- und sonstige Verkehrsmanöver durchgeführt", teilt das Gericht mit.

Bei Ermittlungen neun Motorräder sichergestellt

Die Polizei Montabaur hatte im Juni 2021 im Zuge der Ermittlungen gegen die neun Beschuldigten im Alter zwischen 19 und 61 Jahren mehrere Wohnungen in Rheinland-Pfalz und Hessen durchsucht. Dabei wurden unter anderem neun teils hochmotorisierte Motorräder, Motorradkleidung und Datenträger sowie geringe Mengen an Drogen sichergestellt. Danach ermittelte die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen die neun Beschuldigten aus Rheinland-Pfalz und Hessen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Koblenz sind die beiden Heranwachsenden bereits rechtmäßig zu Geldstrafen verurteilt worden. Sie mussten ihre Führerscheine abgeben, außerdem wurde das Motorrad eines der beiden Verurteilten eingezogen.

Für Mitte März ist laut Amtsgericht Diez ein weiteres Verfahren terminiert. Bei drei weiteren Beschuldigte steht dagegen noch nicht fest, wann ihr Prozess beginnt. Im neunten Fall laufen die Ermittlungen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch. Hier stehe noch das Ergebnis eines Gutachtens aus.

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