Trümmer  - darunter ein Auto-Anhänger -liegen nach der Flut auf einem Haufen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Positive Bilanz für 2021

Debeka trotz massiver Schäden an der Ahr noch im Plus

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Corona, Sturmschäden und das Ahrhochwasser - die Versicherungsgruppe Debeka blickt auf ein extremes Schadensjahr 2021 zurück. Trotzdem zieht das Unternehmen eine positive Bilanz.

4.300 Schadensfälle im Ahrtal hat die Debeka mit Sitz in Koblenz nach eigenen Angaben bereits abgearbeitet und insgesamt 56 Millionen Euro ausgezahlt. Die Schäden betrafen Häuser und Hausrat, samt Glasbruch, aber auch Autos, die durch die Flut zerstört worden sind.

Auch zahlreiche Mitarbeiter waren laut Debeka-Vorstand Thomas Brahm von der Flut betroffen, sodass mit einem kleineren Stab an Beschäftigten gearbeitet werden musste. In der Anfangszeit hätten 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen in 7-Tage-Wochen die Schadensmeldungen bearbeitet.

Gutachter waren im Ahrtal Mangelware

Brahm weiß, dass es dabei manchmal nicht so zügig vonstatten ging, wie es sich die Betroffenen gewünscht hätten. Das habe vor allem daran gelegen, dass es schwer gewesen sei, für die Masse an Aufträgen Gutachter zu finden, die die Schäden beurteilten.

Die Debeka wird nach Unternehmensangaben auch in den nächsten Monaten noch viele Schäden regulieren müssen. "Viele Häuser sind auch heute noch nicht wieder aufgebaut, insofern wird sich die Summe je nach Baufortschritt noch erhöhen," erklärte Thomas Brahm gegenüber dem SWR.

Debeka ist rückversichert

Dass die Debeka so große Summen auszahlen musste, habe dem Unternehmen selbst aber nicht geschadet. Das liegt laut Brahm daran, dass sie ihrerseits rückversichert ist und das Geld erstattet bekommt. Nur so sei es zu erklären, dass die Koblenzer Versicherungsgruppe insgesamt ein sehr gutes Geschäftsergebnis erzielen konnte.

Die Debeka hat nach eigenen Angaben mehr als 15 Milliarden Euro an Beiträgen eingenommen - mehr als je zuvor. Die Versicherungsgruppe ist demnach im vergangenen Jahr mit neun Prozent deutlich stärker gewachsen als der Markt, der ein Wachstum von rund einem Prozent verzeichnet.

Die Bilanz konnte auch Corona nicht negativ beeinflussen. Was für die Corona-Erkrankten ausgegeben werden musste, konnte den Angaben zufolge kompensiert werden, weil weniger Menschen zum Arzt gingen oder operiert wurden.

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