Neue App gibt den Menschen an der Mosel eine weitere Möglichkeit ein Zugticket zu kaufen. (Foto: SWR)

Neue Fahrkarten-App der Bahn

Bahnfahren an der Mosel ohne Ticket möglich

STAND
AUTOR/IN

Bahnreisende an der Mosel können jetzt für die Zugfahrt eine neue App nutzen. Reisende checken einfach mit dem Handy ein - den Rest erledigt die App.

Wer mit dem Zug auf bestimmten Moselstrecken unterwegs ist, muss nicht mehr zwingend vorher ein Bahnticket kaufen. Es gibt jetzt eine Alternative mit der neuen DB TiMo-App. Fahrgäste müssen mit ihrem Handy nur noch vor der Reise einchecken und können dann mit dem Zug fahren. Steigen sie aus dem Zug aus, checkt die App sie automatisch aus und berechnet den Fahrpreis.

Nach Angaben des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Nord hat die App den Vorteil, dass Fahrgäste sich nicht mehr mit Verbundtarifen auskennen müssen, um das richtige Ticket zu kaufen. Fahrgäste bekommen automatisch den günstigsten Tarif.

So sieht die Oberfläche der DB-TiMo-App aus. (Foto: SWR)
So sieht die Oberfläche der DB-TiMo-App aus.

App gilt nur in Zügen an der Mosel und rund um Trier

Vorerst können Fahrgäste die App nur in der Bahn nutzen. Sie gilt außerdem nur auf den Moselstrecken zwischen Koblenz und Trier, zwischen Bullay und Traben-Trarbach sowie auf Strecken im Verkehrsverbund Region Trier (VRT). Obwohl sie zusammen mit den Verkehrsverbünden Rhein-Mosel (VRM) und dem VRT entstanden ist, gilt sie nicht in den Bussen als Zubringer zu den Zügen.

Das sei so, weil es sich um ein Pilotprojekt handelt, sagt der Verbandsdirektor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Nord, Thorsten Müller. Die Integration der Buslinien und auch weiterer Bahnstrecken sei aber geplant. Jetzt werde aber erstmal geschaut, wie die App überhaupt angenommen wird.

Die DB TiMo-App gilt vorerst nur in Zügen an der Mosel. App ist auf einem Handy zu sehen.  (Foto: SWR)
Die DB TiMo-App gilt vorerst nur in Zügen an der Mosel.

Ähnliche App läuft bereits in der Pfalz und Kurpfalz

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat mit tickin eine ähnliche App für Fahrten in ihrem Verbund. Die DB-TiMo-App baut auf dieser Technik auf. In der Pfalz und dem nördlichen Baden-Württemberg können mit der dortigen App auch Busse verwendet werden. Die Idee mit Check-In/Check-Out ein Ticket zu erwerben, gibt es bereits häufiger, wie etwa in London.

An diesen Punkten konnten sich Fahrgäste bis 2016 ein- und auschecken. (Foto: SWR)
An diesen Punkten konnten sich Fahrgäste bis 2016 ein- und auschecken.

Bahn hatte ähnliches Konzept bereits im Fernverkehr

Das Konzept mit einer App aus- und einzuchecken gab es bereits vor über zehn Jahren im DB-Fernverkehr. Die touch&travel-App wurde damals aber nach Angaben von golem.de von sehr wenigen Menschen genutzt und 2016 von der Bahn eingestellt. Steffen Geers von der DB-Regio sagt dazu, die damalige App sei ihrer Zeit voraus gewesen. Smartphones seien damals noch nicht so selbstverständlich gewesen wie heute. Nach Ansicht von SPNV-Nord Direktor Thorsten Müller war die damalige App für den Fernverkehr nicht geeignet. Die Idee dahinter sei aber, gerade bei den vielen Tarifen der Verkehrsverbünde, im Regionalverkehr richtig aufgehoben.

Rückblick: Vor 30 Jahren starteten die ersten ICE-Züge

Bahnfahren mit 250 Stundenkilometern? Vor 30 Jahren war das eine Revolution. Damals startete der erste ICE – mit hohen Erwartungen und Verspätung.  mehr...

Die sechs besten Spartipps So kommen Sie an günstige Bahntickets

Bahnfahren ist teuer – diesen Vorwurf hört man oft. Für die Normalpreise mag das zutreffen. Doch es geht auch günstig auf Schienen durchs Land – mit diesen Tipps.  mehr...

Schweiz, Frankreich,Deutschland

Renaissance aus Umweltgründen TEE soll Bahnfahren in Europa wieder attraktiver machen

Gemeinsam für mehr Klimaschutz: Die Verkehrsminister von Deutschland und der Schweiz wollen den Trans Europ Express TEE wieder aufleben lassen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN