Die ersten Wanderer am 2. August auf den gerade freigegebenen Wegen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf im Westerwald (Foto: SWR)

Früherer Bundeswehr-Standort im Kreis Altenkirchen

Endlich Wandern auf dem Stegskopf

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Lange wurde darüber gestritten, jetzt ist es so weit: Der frühere Truppenübungsplatz der Bundeswehr auf dem Stegskopf im Westerwald wird für Wanderer geöffnet - wenigstens teilweise.

Nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) können Wanderer das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes jetzt zu Fuß erkunden. Laut DBU ist die neue Wegstrecke rund neun Kilometer lang und wird auf einer Nord-Süd- und einer West-Verbindung für Besucher zugänglich gemacht. Die Stiftung hatte nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel das Konzept entwickelt und umgesetzt.

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Viele Anwohner rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz im Westerwald hatten lange gefordert, dass ein Teil der Wege auf dem Stegskopf für Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer freigegeben wird. Eine Bürgerinitiative sammelte sogar tausende Unterschriften dafür und veranstaltete eine Demo vor Ort. Die Initiative möchte sich eigenen Angaben zufolge auch für die Freigabe weiterer Wege einsetzen. Wie die DBU mitteilt, sei von deren Seite jedoch keine Freigabe weiterer Wege geplant.

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Anwohner fordern schon lange Freigabe von Wegen auf dem Stegskopf

Auf dem Stegskopf hatten zuletzt Experten mehrere Monate lang an 30 verschiedenen Stellen nach Munitionsresten gesucht. Wie die Stiftung DBU mitteilte, seien alle gefährlichen Munitionsreste entfernt worden. Marius Keite von der DBU sagte zudem, der Osten des Geländes bleibe auf alle Fälle auch in Zukunft gesperrt. Doch die Öffnung der Nord-Süd- und der Westverbindung ermögliche es Besuchern, die wunderschöne Natur im Herzen der Fläche kennen zu lernen.

"Die Wege laufen so, dass sie nicht mit dem besonders schützenswerten Teil kollidieren."

Auf dem Stegskopf leben seltene Tiere wie Wildkatze, Schwarzstorch oder Bekassine. Und die gilt es weiterhin zu schützen, so die DBU.

Ehemaliges Truppenübungsgelände Stegskopf im Westerwald (Foto: SWR)
Ehemaliges Truppenübungsgelände Stegskopf im Westerwald

Wie soll der Stegskopf genutzt werden?

Zur künftigen Nutzung des Stegskopfs gibt es sehr unterschiedliche Vorschläge. Der Kreis Altenkirchen möchte dort etwa gerne Windkraftanlagen bauen. Naturschützer sind aber dagegen. Nach Auskunft der CDU-Kreistagsfraktion ist die Nutzung des Stegskopf ein langjähriger Streitpunkt, bei dem sich derzeit kein Ende abzeichne. Auch wie das ehemalige Lager Stegskopf künftig genutzt werden soll ist derzeit noch offen. Die angrenzende Ortsgemeinde Emmerzhausen möchte diese Fläche gerne einem Logistikunternehmen zur Verfügung stellen. Denkmalschützer haben die Gebäude des Lagers hingegen als schützenswert eingestuft.

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