Wieder unangemeldeter "Spaziergang"

2.000 Menschen protestieren in Koblenz gegen die Corona-Politik

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In Koblenz haben am Samstagabend etwa 2.000 Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik protestiert. Die Organisatoren sprechen von mindestens 6.000 Teilnehmenden.

Wie die Polizei Koblenz mitteilte, verlief der sogenannte Spaziergang friedlich. Es sei zu keinen Ausschreitungen gekommen, teilte der zuständige Einsatzleiter der Polizei in Koblenz, Florian Stadtfeld, am Sonntagmorgen mit. Die Versammlungsteilnehmer hätten sich an die vorgegebene Strecke gehalten. Allerdings sei der Verkehr teilweise zum Erliegen gekommen. So musste etwa der Friedrich-Ebert-Ring für 20 Minuten in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt werden.

An einer Stelle hätten sich Gegendemonstranten postiert und den Zug blockiert. Hier sei die Polizei eingeschritten und habe die Demonstranten an die Seite gedrängt. Das sei nötig gewesen, da beide Gruppen die Möglichkeit haben müssten, ihren Zug ungehindert auszuführen, so Stadtfeld.

Angriffe auf Polizisten habe es nicht gegeben. Der Großteil der Teilnehmer habe sich an die Auflagen gehalten. Alle Menschen zu kontrollieren, sei aufgrund der großen Teilnehmerzahl gar nicht möglich gewesen. Allerdings seien die Teilnehmer mehrfach über Lautsprecher aufgefordert worden, die Mund-Nasen-Abdeckung zu tragen.

Polizei: 30 Anzeigen und Ordnungswidrigkeiten

Insgesamt habe es 30 Anzeigen und Ordnungswidrigkeiten gegeben, weil Teilnehmer sich geweigert hätten, Masken zu tragen oder Abstände einzuhalten. Stadtfeld sagte: "Natürlich bin ich erleichtert, dass es keine großartigen Widerstände gab, dass es keine Angriffe auf Polizeibeamten gab, dass es im Großen und Ganzen eine sehr friedliche Veranstaltung war."

In Koblenz hatte es zuletzt Kritik wegen einer Lautsprecherdurchsage der Polizei bei einem sogenannten Spaziergang gegen Corona-Maßnahmen gegeben.

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