Positives Corona-Testergebnis (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Eher milde Verläufe bei Geimpften

130 Corona-Fälle trotz zweifacher Impfung im nördlichen RLP

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Im nördlichen Rheinland-Pfalz haben sich mindestens 130 Menschen mit Corona infiziert, obwohl sie vollständig geimpft sind - landesweit sind es mehr als 350. Die meisten Betroffenen scheinen nach ersten Erkenntnissen aber nicht schwer zu erkranken.

Für den Norden des Landes meldet allein das Landesuntersuchungsamt auf SWR-Anfrage knapp 100 Impfdurchbrüche. Dabei handelt es sich um Personen, die mittels PCR-Test positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Zudem muss die zweite Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen (beim Impfstoff von Johnson & Johnson gilt die erste Impfung, da nur eine Dosis benötigt wird).

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Impfdurchbrüche im Vergleich zur Anzahl der Impfungen sehr gering

Beispielsweise im Westerwaldkreis sind bislang 30 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden, obwohl sie schon vollständig geimpft waren. Im Kreis sind nach Angaben des Verwaltung bisher mehr als 65.000 Menschen doppelt geimpft. Der Anteil der Impfdurchbrüche ist mit 0,05 Prozent demnach sehr gering.

Die meisten Impfdurchbrüche habe es in Seniorenheimen gegeben - die Betroffenen seien aber entweder gar nicht oder nur sehr leicht erkrankt, teilte die Behörde mit. Es seien aber auch einige jüngere Menschen dabei gewesen, die trotz Impfung positiv getestet wurden. Diese hätten sich in der eigenen Familie angesteckt und seien auch selbst infektiös gewesen.

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Im Kreis Cochem-Zell hat es nach Angaben der Kreisverwaltung mehrere Fälle gegeben, bei denen zweifach geimpfte Menschen im Krankenhaus behandelt werden mussten oder sogar verstarben. Bei den Toten hat es sich den Angaben zufolge um hochbetagte Menschen gehandelt. Der Großteil der Impfdurchbrüche ging jedoch glimpflich aus - die meisten Verläufe seien mild gewesen.

Corona-Infektionen trotz Impfung gibt es in allen Kreisen

Auch aus den anderen Kreisen im Norden von Rheinland-Pfalz sind Impfdurchbrüche an das Landesuntersuchungsamt gemeldet worden. Hier eine Übersicht:

Kreis Ahrweiler: 1
Kreis Altenkirchen: 13
Kreis Cochem-Zell: 24
Kreis Neuwied: 14
Rhein-Hunsrück-Kreis: 2
Rhein-Lahn-Kreis: 14
Westerwald-Kreis: 30

Das Gesundheitsamt des Kreises Mayen-Koblenz hat bislang noch keine Impfdurchbrüche an das Landesuntersuchungsamt gemeldet. Auf Nachfrage des SWR hieß es von einem Sprecher, dass auch dort Fälle von Geimpften aufgetreten sind, die mit Corona infiziert sind. Demnach sei es bislang bei 109 geimpften Personen aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts (zu dem auch die Stadt Koblenz zählt) zu einer Infektion mit dem Coronavirus gekommen. 30 davon waren doppelt geimpft.

Delta-Variante taucht kaum bei Impfdurchbrüchen auf

Aussagen dazu, mit welcher der Varianten des Coronavirus die Geimpften infiziert sind, können bis jetzt offenbar nur bedingt getroffen werden. Von den in Rheinland-Pfalz gemeldeten 357 Fällen handelt es sich laut Landesuntersuchungsamt in 130 Fällen um die sogenannte Alpha-Variante. Die Delta-Variante konnte den Angaben zufolge bislang nur in sechs Fällen nachgewiesen werden. Allerdings kann laut der Behörde in etwa 200 Fällen keine Angabe zur Variante gemacht werden.

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Geimpfte haben eher milde Verläufe

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bieten die in Europa zugelassenen Impfstoffe mit 65 bis 95 Prozent "eine gute bis sehr gute Wirksamkeit" in allen untersuchten Altersgruppen - insbesondere im Hinblick auf den Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Demnach entwickeln vollständig geimpfte Personen in der Regel nur leichte Symptome oder weisen gar keine Krankheitszeichen auf.

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